Freitag, 29. Februar 2008

Asien Gesamt

29.02.2008


Stationen:

Hong Kong-Yangshuo-Nanning-Longshuo-Hanoi-Halong Bay-Hue-Hoi An-Mui Ne-Saigon (Ho Chi Minh City)-My Tho-Can Tho-Chau Doc-Phnom Phen-Siam Reap (Angkor Vat)- Kampong Cham-Kratie-Rattanakiri (Ban Lung)-Don Det-Pakse-Vientianne-Vang Vieng-Luang Prabang-Udon Thani-Kho Tao-Bangkok


Wir haben in 35 verschiedenen Hostels geschlafen, davon war keins ueber 8,- Euro und das billigste war 1,40 Euro. Die "teuersten" waren nicht immer die besten!

Wir sind 6 mal ueber Nacht mit dem Bus gefahren und 14 mal mit dem Bus am Tag.
8 mal im Minibus und 8 mal mit dem Tuk Tuk. Wir haben 7 gebuchte Touren, und 6 mal selbst auf eigene Faust mit dem Motorbike eine Tour gemacht. Mit dem Fahrrad 5 mal.

Wir hatten 9 Regentage insgesamt.

Reisekosten pro Tag/pro Person: inclusive Visa, Unterkunft, Essen, Trinken, gebuchte Touren, Kitesurfkurs, Internet. Einfach alles ausser Flugticket.

China: 13,74 Euro - 21 Tage

Vietnam: 19,89 Euro - 29 Tage

Kambodscha: 17,28 Euro - 19 Tage

Laos: 15,53 Euro - 36 Tage

Thailand: 18,96 Euro -14 Tage


Um so laenger man an einem Ort bleibt, desto billiger wird es. Klaro oder?

Was uns an Asien gefaellt: das es so anders ist! die Architektur, die Religionen, das Leben an sich, das vielseitige Essen, die Nudelsuppe am Morgen, Papayasalat, frische Fruechte, Fruchtschakes, die Betriebsamkeit aber auch die Langsamkeit, die kleinen Haeppchen die es ueber den Tag verteilt gibt, das Scherzen und die Freundlichkeit, sich immer willkommen zu fuehlen und nicht zuletzt die Natur.

Mittwoch, 27. Februar 2008

Thailand 2

Kho Tao


In Kho Tao machten wir Urlaub vom Urlaub, wir wollten verschnaufen und Plaene schmieden wie wir es anpacken wollen wenn wir nach Australien kommen.
Wir gingen schwimmen und schnorcheln, eine wahnsinnige Fischvielfalt praesentierte sich uns! Wow! Eine andere Welt.
Einmal mieteten wir uns ein Moped und versuchten auf die andere Seite der Insel zu kommen. Das war ein Abendteuer. Die Strasse war so steil und schlecht das Nicole zum Teil alles
laufen musste.









Das Sairee View Resort, etwas hoeher gelegen, war ein echt toller Ort um auszuspannen. Es war etwas ausserhalb der Partymeile und man war willkommen zu relaxen.












Unsere Schweizerfreunde Matt und Nicki sind nachgekommen und wir machten so allerlei Unfug zusammen. Und Karten gespielt haben wir auch wieder. Was sonst!
Am letzten Abend war grosse Party angesagt und es waren Dj's aus aller Welt da. Die Musik war aber leider nur mittelmaessig. Wir glauben die Dj's hatten am meisten Spass an ihrer Musik.

Das ist Chirkon, der Barmann des Resorts. Ein echtes Original.
Wieder zurueck in Bangkok. In drei Tagen fliegen wir nach Sydney. Wir muessen noch einiges besorgen. Die Stadt stinkt. Die Luftverschmutzung ist enorm.

Aber die Stadt hat was spannendes.






Haha..........






Ihr hoert von uns wenn wir im Aussiland sind.
See u

Thailand 1

16.2.-29.2.2008

Hello everybody.
Wir waren nicht lange in Thailand und koennen deswegen auch nicht soviel darueber berichten. Aber ein paar Fotos und Eindruecke wollen wir Euch doch geben.

Eine Akha Frau (dortige Minderheit) verkauft an der Strasse von Bangkok ihre Handwerkskunst.











Von Luang Prabang fuhren wir erstmal nach Vientianne um dort ueber die Grenze zu Thailand zu kommen. Die erste Grenzstadt, Udon Thani, praesentierte sich uns eher als kleinere, aber betriebsame Stadt.
Ganz besonders lustig fanden wir ihre Tanzshows in den Einkaufshallen. Irgendwie wie Karneval in Deutschland.















Die Khao San Road in Bangkok. Die wohl beruehmteste Strasse in Bangkok. Wohl aufgrund ihrer Erwaehnung in dem Buch "The Beach".


Ein buntes Treiben, den ganzen Tag und die ganze Nacht lang. Backpacker aus der ganzen Welt verschnaufen nach einem langen Flug oder warten auf ihren Rueckflug in die Heimat, in diesem Viertel. Die letzten Einkaeufe werden hier getaetigt. Die letzen, oder die ersten Naechte im Urlaub, werden hier zum Tag gemacht.







Die Koenigsfamilie wird in Thailand sehr verehrt. Ueberall findet man Bilder von der Familie in der Stadt.

Der Koenigspalasat

Eine weitere Sehenswuerdigkeit in Thailand sind die Falangs. Das sind wir. Gemeint sind eigentlich die Franzosen (aus der Kolonialzeit heraus entstanden Farang ist das Wort fuer Franzose- Falang), aber wir sehen eben auch so aus. Wir haben eben eine grosse Nase.
Na jedenfalls sind hier Falangs, und wir meinen die maennlichen. Grosse und Dicke und sie haben eine kleine zarte Thaifrau. Das sieht schon zum Teil sehr skuril aus.
Auch das Verhalten mancher Falangs laesst schon sehr zu wuenschen uebrig. Sie fuehren sich hier auf, als waeren sie in Mallorca beim Ballermann, oder wie das heisst.


Die Polizisten sind hier ganz schoen schnittig eingekleidet. Findet ihr nicht auch?
















In den Seitenstrassen von Rambuttri, wo wir im New Siam wohnen, gibt es eine Thaibox-Trainigsanlage. Da sassen wir mal und schauten zu wie sie sich die Koeppe einschlugen.


Eine der zahlreichen Strassenkuechen. Hier leckere gebratene Nudeln mit Gemuese und Huehnchen wenn man will...

Mittwoch, 13. Februar 2008

Laos 3

Nach alldem Rumhaengen muessten wir jetzt aber mal wieder was richtig "krasses" machen,
dachten wir uns so! So ein "Homestay" bei den Kmu oder den Hmongs und dazu ein bisschen Sport. Ja, solche Touren gibt es hier zu Hauf und es lohnt sich!
Unser Guide Gau, er ist ein Hmong, wird uns die naechsten Tage begleiten. Er spricht gut Englisch und er will, wenn er genug Praxis im Reden hat, wieder zurueck in sein Dorf, um dort die Kinder in Englisch unterrichten.
Erstmal ging es mit dem Fahrrad raus aus der Stadt, in den Wald hinein. Ueber Stock und Stein, bergauf und bergab. Wir fuhren am Nam Khan Fluss


entlang, den wir in drei Tagen im Kajak befahren sollten. In der Elefantenfarm, nach dreieinhalbstuendiger Fahrt, machten wir Rast. Nicole hatte so einen Hunger, das sie uebermaessig in sich reinstopfte und ihr erstmal schlecht wurde. Dann ging es eine kleine Strecke mit dem Boot weiter,
und noch circa eine Stunde zu Fuss, bis wir das erste Kmu Dorf erreichten in dem wir uebernachten sollten. Gleich beim Ankommen bemerkten wir die "Dorfkneipe", wo schon ein paar Dorfbewohner sassen und Lao Lao tranken. Wir bezogen unser "Quartier", das im Kmu Stil gebaut war, aber nur fuer die Gaeste des Dorfes bestimmt ist. Es ist eine Huette auf
Stelzen, die Waende sind aus Bambus geflochten. Innen war ein grosser Raum, mit einer kleinen Trennwand. Hier sollten wir schlafen. Matratze, Decken und Moskitonezte waren vorhanden. Wenn man beim Hinausgehen die Bambusleiter abstieg, stand man unter einem Unterstand, das auch nochmal abgetrennt war. Auf einer Seite war die Feuerstelle, wo Gau unser Essen zubereitete, auf der anderen Seite war eine Schuessel Wasser wo wir uns waschen konnten und einen Tisch an dem wir essen wuerden. Die "Toilette" war ein Loch hinter dem Haus in einem Bambusverschlag.
Vor dem Essen wollten wir nochmal das Dorf
erkunden. Wir fragten Gau auch noch ob es erlaubt waere Fotos zu machen, denn viele Bergvoelker glauben, das alle Lebewesen eine Seele haben, die verloren gehen wuerde wenn man sie fotografiert. Gau meinte aber, wir koennten Fotos machen, wir muessten nur vorher fragen. So machten wir uns auf den Weg und kamen an einer Schule vorbei, die aus demselben Material bestand wie die Wohnhaeuser, aus Bambus. Innen befand sich eine Tafel und ein paar Baenke . Wir nahmen Platz und auch die Kinder nahmen irgendwo Platz. Erstmal wussten wir nicht wie wir mit
Ihnen kommunizieren sollten, denn sie
verstanden kein Wort Englisch und wir kein Kmu. Die Kinder lernen in der Schule zwar laotisch, doch auch unser laotisch beschraenkt sich auf Guten Tag, Danke schoen und Auf Wiedersehen. Heiko malte mit Kreide Sachen wie Sonne, Mond, Auto, Haus und Palme und zeigten dann drauf und sie sagten uns die Bezeichnungen in ihrer Sprache. Wenn wir die Woerter wiederholten, lachten sie sich halb kaputt. Heiko schrieb in Englisch "Hello, my name is Heiko" auf die Tafel und die Kinder wiederholten es. Wieder und wieder. Eigentlich sollten sie ihren Namen einsetzen, aber... Wenn Ihr also mal in das Dorf kommt, wundert Euch nicht, wenn sie "Hello, my name is Heiko" sagen. Danach schrieb Heiko die Zahlen von 1-10 an die Tafel und wir lernten zaehlen. Dann rechnten wir mit Ihnen. Jetzt war es aber Zeit fuer den Schulhof und die Kinder zeigten uns ein Stockspiel, das ganz simpel aus zwei verschiedenen Stoecken besteht. Es gibt ein Loch in der Erde, der kuerzere Stock liegt quer darueber und mit dem Langen musste man den kurzen Stock versuchen weit weg zu schiessen. Die gegnerische Mannschaft versucht den Stock abzufangen und zurueck ins Loch zu werfen. Je nachdem wie weit oder wie nah der Stock wieder zurueck zum Loch geworfen wurde, gab es verschiedene Wurftechniken anzuwenden. Das Spiel erinnert ein bisschen an Baseball. Aber wir glauben das sie von Baseball hier noch nichts gehoert haben. Wir gingen dann weiter zum Dorfbrunnen, wo die Dorfbewohner sich waschen und Wasser zum kochen holen. Einige der Kinder begleiteten uns und versuchten uns zu erschrecken, indem sie Tiere wie Schlangen, Tiger oder Hunde imitierten. Das war garnicht so uebel. Anschliessend wollten wir uns in der Dorfkneipe mal ein Bier Lao genehmigen. Wir wurden gleich mit offenen Armen empfangen und mussten Lao Lao trinken. Lao Lao wird aus Sticky Rice gemacht und ist hochprozentiger klarer Schnaps. Der Becher wird halb gefuellt, und an jedem in der Runde weitergegeben und mit den Worten "Samaikii" gewuerdigt und getrunken. Samaikii bedeutet soviel wie Freundschaft, Zusammensein und Teilen. Erst wussten wir nicht, das es sich eigentlich gehoert, Ihnen auch von unserem Bier in der gleichen Weise anzubieten, aber Gau klaerte uns auf. Heiko bemerkte dann das der Hund der neben uns lag, tot war. Naja, auch in Laos essen sie Hunde, erzaehlte uns Gau.
Danach gab es Essen und wir sassen bei Kerzenschein zusammen. Manche Dorfbewohner standen um uns herum, und sahen uns einfach zu, bzw. an. Wir waren einfach sehr interessant.
Gau erklaerte uns, das in diesem Dorf erst seit kurzem Auslaender hier sein duerfen. Das wird von Dorf zu Dorf in deren Versammlunghalle entschieden. Sowieso ist es besser die Doerfer nur mit einem Guide zu besuchen. Zum einen, weil man sie allein nicht finden wuerde, zum anderen weil es besser ist jemanden dabei zu haben der die Sprache kann, und so erfaehrt man schon mehr von und ueber die Menschen. Ausserdem muss man sich nicht als Eindringling fuehlen, denn wenn jemand dort einfach so auftaucht, haben die Menschen Angst das die Leute boese sein koennten. Der Tourismus hat es in die Bergdoerfer erst vor ein paar Jahren geschafft. Gau, oder die Agentur in der
er arbeitet, hat eine Erlaubnis von der Regierung, die Bergdoerfer zu besuchen. Die meisten Minderheiten kommen aus China, und sind irgendwann mal gefluechtet, Richtung Sueden. Da die Taeler und guten Plaetze schon besetzt waren, mussten sie in die Berge ziehen, das war vor rund 200-300 Jahren. Dieses Dorf hatte 35 Familien (420 Einwohner) und es sind alles Farmer. Die Kinder muessen schon frueh Aufgaben der Erwachsenen uebernehmen. So muss eine 4-jaehrige schon auf ihre kleine Schwester den ganzen Tag aufpassen, sie herumtragen, sie fuettern. Und um die Tiere muessen sie sich auch kuemmern, waehrend die Eltern die Felder bestellen. Am naechsten Tag besuchten wir ein Hmong Dorf. Die Hmong bauen eine Art Reis an, welches auch im Hochland ohne Wasser waechst. Viele Hmong bauen noch Opium an, was natuerlich illegal ist, aber aus der Geschichte heraus geduldet wird. Viele Hmongs rauchen auch selbst Opium und um diese Familien ist es nicht gut bestellt.
Das Dorf der Hmongs das wir halber Strecke passiert haben, bestand aus 15 Familien, eigentlich waren es mal 35, aber viele sind auf Druck der Regierung in die Taeler umgesiedelt. Teils auch auf eigenen Wunsch, mit Hoffnung auf ein besseres Leben. Fuer die Regierung ist es ein teures Unterfangen, die einzelnen Doerfer mit Strom und Wasser zu versorgen. Einen grossen Teil muss die Dorfgemeinschaft tragen. Manche Doerfer siedeln um, oder zu einem anderen Dorf, wo schon Brunnen und Elektrizitaet istvorhanden sind. Die Hmongs sind ein Wandervolk. Sie bauen ihren Reis oder andere Sachen an, und wenn der Boden nach 5 Jahren nichts mehr hergibt, zerstoeren sie ihre Haeuser und bauen woanders neue auf. Ein Hmonghaus zu bauen, dauert 2 Tage. Aber es besteht auch nur aus Bambus, Schilf und Palmblaettern."Unser" Hmong Dorf verfuegte weder ueber einen Brunnen noch ueber Elektrizitaet. Sie haben ein grosses Wasserloch in dem alle baden, auch die Schweine und sie benutzen es auch als Trinkwasser und zum Kochen. Fuer uns kaum vorstellbar. Allerdings koennen sie in der Regenzeit besser Wasser auffangen. Nach anstrengendem Trekking auf schmalen Pfaden, wunderschoenen Aussichten ueber die Berghaenge erreichten wir das 2. Kmu Dorf, wo wir die 2. Nacht verbringen sollten. Gleich beim Ankommen wurden wir zu Lao Lao








eingeladen. Die Dorfcheriffs aus den umliegenden Doerfern waren gerade da, um irgendwas zu besprechen. Wir machten reichlich Samaikii und dann machten wir uns schoen angeheitert auf zu einem Dorfspaziergang. In diesen Doerfern wird man morgens von den Haehnen aufgeweckt, nicht aber wir. Wir hatten die einmalige Chance mitzubekommen wie der Hilfscheriff des Dorfes ein Haus baut, und am ersten und am letzten Tag eines Hausbaus, wird die ganze Nacht laut Musik gespielt um die boesen Geister zu vertreiben. Wenn die Anlage streikt, sitzen nebenan ein paar Musiker, die mit den traditionellen Instrumenten einspringen. Und wir sollten gleich neben der Tanzflaeche schlafen. An Schlaf war aber nicht zu denken. Wir versuchten uns mit Kartenspielen und "Wer bin ich" wach zu halten. Nicole versuchte zu schlafen, aber es wollte nicht recht
funktionieren. Dann gingen wir einfach auf die Tanzflaeche, mal schauen wie die Kmu so tanzen und feiern. Gleich wurden wir aufgefordert und jeweiligen Tanzpartnern zugeordnet. Sobald ein Lied oder die Musik verstummte rasten alle von der Tanzflaeche und wir wurden auch mit weggezerrt. Die Party dauerte bis in die Morgenstunden, also bis es hell wird.
Das Essen war zwar eigentlich okay aber irgendwie spinnt unser Magen, dass versprach eine heitere Rueckreise zu werden. Und so ging es dann zurueck zur Elefantenfarm. An Kajaking war bei Nicole nicht zu denken und so versuchte Heiko mit einem Guide sich alleine nach Luang Prabang zurueckzuschlagen.
Eigentlich wollten wir weiter nach Thailand, doch krank macht das alles keinen Sinn. Irgendwie scheint uns die Stadt nicht weglassen zu wollen. Wir hoffen morgen sind wir beide wieder reisebereit und in 14 Tagen geht unser Flug nach Sydney. Huih. Und wir wuerden gerne noch eine Woche am Strand liegen, bevor wieder der Ernst des Lebens beginnt.
Wir muessen uns naemlich Arbeit suchen. Hier ist es seit gestern kalt wie bei Euch. Es fuehlt sich jedenfalls so an. Jetzt muessen wir uns von Laos verabschieden...

Laos 2

Wir machen einen kleinen Sprung und schwups sind wir in Vientianne, der Hauptstadt von Laos. Die so garnichts von einer betriebsamen Grossstadt hat. Aber uns wundert garnichts mehr. Denn die Laoten sind einfach langsam.
Knut, den wir ja schon in Mui Ne getroffen haben, unser cooler Surfkollege, war auch hier. Und schon am ersten Tag in Vientianne waren wir zu einer kleinen Hauszeremonie eingeladen. Es waren ehemalige Arbeitskollegen von Knut, der mal fuer laengere Zeit hier gelebt hat.
Sie wollten Knut ehren und ihm deutlich machen das er immer wieder in Ihrem Haus willkommen sei. Und eben auch all seine Freunde. Seine

Freunde wuerden auch ihre Freunde sein. Um dies zu symbolisieren werden geweihte Armbaender, von einem kleinen verzierten Baum abgenommen, und dir um das Handgelenk gebunden. Dabei wuenscht du ihm oder ihr alles Gute der Welt. Wenn man das mit allen Falilienmitgliedern macht, hat man am Ende den halben Unterarm voll mit weissen Armbaendern.
Zwei der Frauen die dort waren haben in Ostdeutschland studiert und so konnten wir sogar Deutsch sprechen und sie konnten nach Jahren endlich mal wieder ihr Deutsch ueben. Grossartig.
Am naechten Tag waren wir zu einer Hochzeit eingeladen. In der Trockenzeit sind viele

Hochzeiten in Laos, erzaehlte uns Knut. Aber das wir eine Gelegenheit bekaemen wuerden dabei zu sein, das fanden wir aufregend.
Nicole bekam von Nout, einer Kollegin von Knut, einen traditionellen Rock mit Schaerpe geliehen und so machten wir uns auf den Weg. Auf dem Weg platzte der Reifen vom Moped. Das passierte uns nicht zum erstenMal. Wir fahren gleich rechts ran, ueberall flickt dir jemand fuer ein paar Kip den Reifen. Und weiter gehts.
Die Zeremonie einer laotischen Hochzeit findet nachmittags statt. Im Haus eines der Familienmitglieder. Sie sind nur mit der engsten Familie zusammen und ein Moench besiegelt ihr Versprechen. Am Abend kommen die Gaeste und das Paar muss alle begruessen und einen Trink mit Ihnen nehmen. Das ist ganz schoen Arbeit. Dann wurde getanzt. Und zwar im Kreis. Die Maenner mit dem Ruecken zur Kreismitte und die Frauen Ihnen zugewandt. Sie wiegen sich zu der Musik und machen echt gelenkige Bewegungen mit Ihren Handgelenken. Das haben wir
nicht hinbekommen. Aber jeder wollte mit uns tanzen.
Spaeter wurde nicht mehr im Kreis gatanzt sondern in der Reihe und alle tanzen dieselben Schritte.
Heiko musste reichlich Reisschnaps trinken. Die Asiaten trinken ganz schoen viel. Puh...
Am Montag war es dann Zeit fuer Heiko ins Kloster zu gehen. Knut und Heiko bekamen Ihren "Stundenplan" und los gings im TukTuk ins abgelegene Kloster. Knut, der mit zum meditieren kam, wollte unabhaengigig bleiben und bevorzugte es mit seinem eigenen Motorbike zu fahren. Nach zwanzig Minuten Fahrt kamen wir endlich an und es praesentierte sich mir ein wirklich ruhiges Stueckchen Erde. Unser Lehrer, Ajan, nahm uns in Empfang und
und zeigte uns unsere Unterkuenfte, in denen wir es uns fuer die naechsten Tage gemuetlich machen konnten. Da es bei der Meditation auch mit darauf ankommt nicht zu viel zu sprechen wurden wir in zwei verschiedenen Bungalows untergebracht, was uns aber waehrend der Woche nicht daran gehindert hat, uns gegenseitig zum Kaffee einzuladen. Nachdem wir in unserem neuen Heim angekommen sind, wurden wir dann gegen sechs Uhr zu unserer ersten Meditation gebeten, in der uns Ajan die grundlegende Technik erklaerte. Das hiess, wir fingen mit einer Sitzmeditation an und gingen eine Stunde spaeter zu der Laufmeditation ueber, die ebenfalls eine Stunde dauerte. Fuer mich war das echt ganz schoen schwierig zu versuchen, meine Aufmerksamkeit nur auf meine Bewegung in meinem Unterleib/ Magen zu lenken. Und ganz ehrlich, ich war echt abgelenkt, von allem, was so um mich herum passierte. Man glaubt ja tatsaechlich, oder ich tue es, das wenn man an einem abgelegenen Ort wie dieses Kloster ist, gibt es nur Ruhe, hahahaha. Da gibt es viel mehr als das.
Und so wurden saemtliche Geraeusche wie Hahnengeschrei, fallendes Laub, Laufgeraeusche anderer Moenche und so weiter zu meiner taeglichen Herausforderung, der ich mich stellen musste, um mich nicht davon ablenken zu lassen. Wenn man aber dann doch eine gewisse Ruhe in sich erreicht hat, ist das naechste Uebel die Gedanken, die einem im Kopf herumgehen, von denen man sich aber auch nicht ablenken lassen sollte. Und so sassen wir da Knut und ich und versuchten unser Bestes. Ich habe es ab und zu geschafft alles um mich herum hinter mir zu lassen und das war echt toll.
Jeden Tag hat um vier Uhr ein Moench, oder eine Nonne eine Glocke gelaeutet um uns zu sagen, dass es Zeit ist fuer die erste Meditation. So machte ich mich fertig und um halb fuenf sass ich dann mit Knut in der Meditationshalle und der Tag hatte fuer uns begonnen. Nach eineinhalb Stunden wurden wir zum Fruehstueck von unserem Lehrer abgeholt. Danach ging es dann um acht Uhr weiter. Das war auch die laengste Sitzung, die naehmlich bis um halb elf ging. Dann wurden wir wieder zum Essen geholt und hatten danach eine Stunde Mittagspause. Das war auch meistens die Zeit, in der ich mich mit Knut zu einem Kaffee traf, denn es ist ja auch was schoenes, wenn man mal quatschen kann. Um ein Uhr waren wir wieder dran unsere Konzentration zu schaerfen und hatten wieder zwei Stunden Meditieren vor uns. Um drei dann, hatten wir alle zwei Tage ein Interview mit unserem Lehrer der uns nach unseren Erlebnissen waehrend unserer Meditation fragte. Auch konnte man ihn zu seinen eigenen Problemen befragen, die waehrend der Einheiten so aufkamen. Danach hatten wir wieder bis um sechs Uhr frei und bekamen in dieser Zeit meistens einen Becher heisse Sojamilch, da die Moenche nach zwoelf nichts mehr essen duerfen aber eben doch Hunger haben. Um sechs dann ging es zur letzten Meditation, die bis um acht ging und danach war dann Bettruhe angesagt, welche man sich auch echt verdient hatte, da meditieren ganz schoen anstrengend ist.
Nach fuenf Tagen hat Knut den Tempel verlassen, weil er fuer sich fand die ersten Basics verinnerlicht zu haben, und ausserdem hatte er auch begrenzt Zeit, sodass fuer ihn Zeit wurde sich aufzumachen. So hatte ich zwei Tage fuer mich alleine und habe dann ebenfalls am Sonntag nach einer etwa eineinhalb Stuendigen Zeremonie mit Gewand ablegen, Baum pflanzen und einer Spende die ich feierlich uebergeben hatte, den Tempel verlassen. Es war eine grossartige Erfahrung und ich bin happy und froh, dass ich in Laos in einem Tempel sein durfte.


Nicole reiste unterdessen weiter in den Norden. Ein kurzer Stopp in Vang Vieng, der mich sehr an die Landschaft in Suedchina (Yangshuo) erinnerte. Die Landschaft war einfach schoen. Mann konnte eine Menge Dinge unternehmen. Klettern, sich auf einem Reifen den Fluss hinuntertreiben lassen, die ortsnahen Hoehlen besuchen, wandern... Ich entschied mich mit dem Fahrrad zu den Hoehlen zu fahren. Die Hoehlen haben meistens kleine Lagunen mit kristallklarem Wasser. Ansonsten war der Ort Vang Vieng nicht gerade spektakulaer. Viele besoffene junge Leute, die den Tag ueber auf dem Fluss waren und schon gut angeheitert waren. Und abends entweder weitertranken oder Fernseh schauten. Gruselig. Zwei Tage spaeter entschied ich mich nach Luang Prabang weiterzureisen.
Luang Prabang ist die Vat-aktivste Stadt in Suedostasien. Ueberall sieht man die Moenche, sie gehoeren hier zum alltaeglichen Erscheinungsbild der Stadt dazu.
Die Stadt wird zum einen vom Mekong und vom Nam Khan umschlungen. Dahinter liegen die Berge. Wenn man durch die Strassen laeuft, mit den Vats, den Moenchen und der Aussicht, kam ich mir manchmal vor wie im Maerchen.
Ich fand ein kleines Hostel am Nam Khan und besuchte jeden Tag einer der zahlreichen Vats, nahm mir die Zeit den Moenchen beim Beten zuzuhoeren und mit den Menschen zu sprechen. Abends im Hostel wurde es nie langweilig. Es gab eine Menge Leute, mit denen man quatschen, sich austauschen konnte. Jeden Tag ging ich zum Phousi Berg, wo die Kinder Armbaender verkaufen. Irgendwann kannten sie mich schon und ich sang mit Ihnen Lieder. "Yello Submarine", oder das beruehmte Hannoverlied. Was sie sich aufschrieben und auswendig lernten. So begruessten sie mich schon von weitem "Miss, sing song" Und jeden Tag wieder und wieder.
Heiko kam ungefaehr eine Woche spaeter und wir besuchten
den Kuang Xi Wasserfall, der sich auf mehrere Ebenen erstreckt. Matt und Nicki waren auch mit von der Partie. Sie sind mittlerweile auch in Luang Prabang gelandet.
Angelo, ein Wandergeselle aus Leipzig, lernte Heiko schon in Vientianne kennen, und auch er war die naechsten Tage mit dabei.


Auch Moenche muessen emails checken




















Vat Xieng Thong, Weltkulturerbe. Der aelteste und bedeutendste Vat in Luang Prabang

















Dogeo und Ong wie sie das Hannoverlied singen

Dienstag, 5. Februar 2008

Laos 1

11.01.-16.2.2008

Nach der Grenzueberquerung war es nicht mehr weit bis Don Det. Wir bestiegen ein kleines Boot und schipperten zwischen den (dieses Gebiet nennt sich die 4000 Inseln) Inseln herum und legten bei Don Det an. Die Inseln verfuegen noch ueber kein fliessendes Wasser und Licht gab es erst ab 6.00 Uhr abends von einem Generator. Geduscht wurde also mit dem Wasser aus dem Mekong. Und das war wirklich okay. Sowieso sind wir garnicht mehr so "zimperlich".

Die Huetten bestehen aus Bambus und Holz, innen stand ein Bett mit Moskitonetz, das wars. Abends quakten die Froesche, morgens die Haehne. Absolut friedlich und das laotische Leben ging in uns ueber. Fuer alle Taetigkeiten brauchten wir doppelt solange und wir genossen es wirklich einfach abzuhaengen. Mit unseren Schweizer Freunden spielten wir stundenlang Karten, assen, tranken Lao Lao, quatschten bis in die Nacht hinein, aber um 10.00 Uhr war Zapfen
streich, da geht naemlich das Licht aus.

Einmal leihten wir uns ein Fahrrad aus um die naehere Umgebung zu erkunden. Nach viertelstuendiger Fahrt mussten wir erstmal Rast machen, das war zuviel Anstrengung auf einmal. So hangelten wir uns von Rastplatz zu Wasserfall zu Rastplatz und irgendwie wieder zurueck. Dabei kamen wir an der einzigen Eisenbahn in Laos, die aber nie in Betrieb war, vorbei.

Mal ein bisschen abhaengen in der Haengematte dann hatte Nicole einmal Geschichtsunterricht von Matthias (er ist Geschichtslehrer) ueber Israel und die juedische Geschichte-sehr interessant. Hier nochmal Danke an Matthias. Tja, irgendwie haben wir es geschafft dann doch
noch ein Ticket zu kaufen um nach Pakse zu kommen. Wie haben wir das nur geschafft?! Als Abschiedsgeschenk bekamen wir von unserem Herbergsvater, ein von einem Moench geweihtes Armband, was, wenn es von alleine abfaellt, Glueck bringt.

(mal schnell ein Nickerchenzwischendurch)
(Weberei)







(sie machen Fischernetze)
(Kaffestrauch mit Kaffeebohnen)


Pakse ist ein kleines Staedtchen am Bolaven Plateau,


wo der laotische Kaffee angebaut wird. Ein wirklich guter Kaffee, stark und aromatisch. Das Plateau erreicht ca. eine Hoehe von 1000m und auf dem Weg dorthin kommt man an vielen Kaffeeplantagen und vielen Wasserfaellen vorbei. An manchen Wasserfaellen treffen sich die laotischen Jugendlichen und gehen schwimmen, mit Klamotten. Es war wie bei uns, die Jungen haben die Maedchen nassgespritzt und die Maedchen haben gequiekt. Die Jungen wollten die Maedchen mit kleinen Kunststueckchen beeindrucken und dann hat ein Junge sein Hemd ausgezogen, das war den Maedchen peinlich.
Als Heiko einmal auf eigene Faust mit dem Fahrrad losgefahren ist, traf er einen Guide der ihm die Seidenfarm auf einer Insel im Mekong zeigte. Er hatte grad nichts zu tun und wollte mal sein Englisch praktizieren. Die Laoten ist egal ob ihnen ein Geschaeft durch die Lappen geht, sie sind noch sehr urspruenglich geblieben, vielleicht am urspruenglichsten von allen asiatischen Laendern, in denen wir waren.