Dienstag, 5. Februar 2008

Laos 1

11.01.-16.2.2008

Nach der Grenzueberquerung war es nicht mehr weit bis Don Det. Wir bestiegen ein kleines Boot und schipperten zwischen den (dieses Gebiet nennt sich die 4000 Inseln) Inseln herum und legten bei Don Det an. Die Inseln verfuegen noch ueber kein fliessendes Wasser und Licht gab es erst ab 6.00 Uhr abends von einem Generator. Geduscht wurde also mit dem Wasser aus dem Mekong. Und das war wirklich okay. Sowieso sind wir garnicht mehr so "zimperlich".

Die Huetten bestehen aus Bambus und Holz, innen stand ein Bett mit Moskitonetz, das wars. Abends quakten die Froesche, morgens die Haehne. Absolut friedlich und das laotische Leben ging in uns ueber. Fuer alle Taetigkeiten brauchten wir doppelt solange und wir genossen es wirklich einfach abzuhaengen. Mit unseren Schweizer Freunden spielten wir stundenlang Karten, assen, tranken Lao Lao, quatschten bis in die Nacht hinein, aber um 10.00 Uhr war Zapfen
streich, da geht naemlich das Licht aus.

Einmal leihten wir uns ein Fahrrad aus um die naehere Umgebung zu erkunden. Nach viertelstuendiger Fahrt mussten wir erstmal Rast machen, das war zuviel Anstrengung auf einmal. So hangelten wir uns von Rastplatz zu Wasserfall zu Rastplatz und irgendwie wieder zurueck. Dabei kamen wir an der einzigen Eisenbahn in Laos, die aber nie in Betrieb war, vorbei.

Mal ein bisschen abhaengen in der Haengematte dann hatte Nicole einmal Geschichtsunterricht von Matthias (er ist Geschichtslehrer) ueber Israel und die juedische Geschichte-sehr interessant. Hier nochmal Danke an Matthias. Tja, irgendwie haben wir es geschafft dann doch
noch ein Ticket zu kaufen um nach Pakse zu kommen. Wie haben wir das nur geschafft?! Als Abschiedsgeschenk bekamen wir von unserem Herbergsvater, ein von einem Moench geweihtes Armband, was, wenn es von alleine abfaellt, Glueck bringt.

(mal schnell ein Nickerchenzwischendurch)
(Weberei)







(sie machen Fischernetze)
(Kaffestrauch mit Kaffeebohnen)


Pakse ist ein kleines Staedtchen am Bolaven Plateau,


wo der laotische Kaffee angebaut wird. Ein wirklich guter Kaffee, stark und aromatisch. Das Plateau erreicht ca. eine Hoehe von 1000m und auf dem Weg dorthin kommt man an vielen Kaffeeplantagen und vielen Wasserfaellen vorbei. An manchen Wasserfaellen treffen sich die laotischen Jugendlichen und gehen schwimmen, mit Klamotten. Es war wie bei uns, die Jungen haben die Maedchen nassgespritzt und die Maedchen haben gequiekt. Die Jungen wollten die Maedchen mit kleinen Kunststueckchen beeindrucken und dann hat ein Junge sein Hemd ausgezogen, das war den Maedchen peinlich.
Als Heiko einmal auf eigene Faust mit dem Fahrrad losgefahren ist, traf er einen Guide der ihm die Seidenfarm auf einer Insel im Mekong zeigte. Er hatte grad nichts zu tun und wollte mal sein Englisch praktizieren. Die Laoten ist egal ob ihnen ein Geschaeft durch die Lappen geht, sie sind noch sehr urspruenglich geblieben, vielleicht am urspruenglichsten von allen asiatischen Laendern, in denen wir waren.