Mittwoch, 22. Oktober 2008

Peru 1

Puno und die Uros

Puno, das ist eine Stadt am Titicacasee auf peruanischer Seite. Eigentlich wollten wir durchfahren bis nach Cusco, doch die Campesinos haben die Strassen fuer drei Tage gesperrt und nun sitzen wir hier fest.
Um die Tage sinnvoll zu nutzen, sind wir zu den Uros gefahren. Das ist ein Volk, das auf dem Titicacasee, auf schwimmenden Inseln lebt. Es ist gnadenlos von Touristen ueberlaufen, aber es ist trotzdem einmalig.
Frueher haben sie auf ihren Schilfbooten kleine Haeuschen gehabt. Dann haben sie aus Erde eine Art Fundament gebastelt und in vielen, vielen Schichten totara Schilf (das hier am See zuhauf waechst), uebereinander gelagert.Da das Schilf und die Erde von unten verrotten, muss man von oben immer nachlegen. Deshalb ist der Boden weich und federnd. Die Uros sind nur ein kleiner Stamm, reinbluetige gibt es nicht mehr, sie haben sich durch Heiraten mit den Ayamaras gemischt. Auf ihren schwimmenden Inseln leben sie schon seit Jahrhunderten, als sie vor den kriegerischen Collas (die auch hier in der Naehe gelebt haben) und den Inkas gefluchtet sind.
Alles bei den Uros dreht sich um Schilf, sie bauen ihre Haeuser und ihre Boote damit und verwenden es auch um Kunsthandwerk herzustellen.
Nicole unterhaelt sich mit einem der Inselbewohner, sie fragt ob sie sich alle kennen auch von den Nachbarinseln. Ja, man kennt sich. Man ist eine Gemeinde und am Ende jedes Monats ist eine Versammlung in der man Probleme diskutiert und sich trifft um zu erzaehlen. Was es denn fuer Probleme gaebe zur Zeit? Im Moment macht eine Familie Stress. Sie will eine Insel durchteilen, denn sie verstehen sich nicht mehr mit den anderen. Das ist ein grosses Problem. Er hofft das sich die Situation wieder beruhigt. Einer seiner Toechter faehrt mit dem Boot vor auf die andere Insel. Das kleine Maedchen in der Mitte heisst Katrin-Nicole. Hier ein Gruss an Nicole`s Schwester!

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