Freitag, 23. November 2007

China 3

Nach Yangshuo sind wir nach Nanning gereist, um unser Visum fuer Vietnam zu bekommen. Dazu muessen wir ein paar Tage dort verweilen. Nanning ist eine groessere Stadt doch ueberall gibt es kleine Gassen in denen die Einheimischen Ihr Tageswerk verrichten oder um Ihre Waren, wie Obst und Gemuese zu verkaufen. Das Essen in China ist sehr vielseitig, so kann man am Morgen schon Reis mit Fisch oder auch Suess gebaeck essen. Teigfladen werden in Oel frittiert und anschliessend in warme Sojamilch getunkt. Lecker!
Es gibt auch Pfannkuchen. Suess und herzhaft. Oder kleine runde Fladen gefuellt mit Fruehlingszwiebeln. Dazu Tee oder Reissuppe.
Ueber den Tag verteilt kann man immer ueberall kleine Snacks kaufen. Zum Beispiel: gekochter Maiskolben, gekochter Reis mit Esskastanien (eingepackt in Bambusblaettern). Dann allerlei am Spiess, also alles moegliche: Huehnchen, Schnecken, kleine Schweinebaellchen, China

kohl gekocht, Melone und andere Fruechte. (hier im Bild: frittierter Teig)
Ganz beliebt sind die Dumplings gegrillt (kleine gefuellte Kloesse mit Gemuese oder Fleisch), bei uns bekannt unter Wan Tans. Und richtig lecker ist auch Zuckerrohr. Man kaut darauf herum und spukt das, was nicht mehr suess ist, aus.
Dann sind da noch die kleinen Kuchen aus Buisquit Teig. Alles ganz klein versteht sich, in unterschiedlichen Formen und Geschmacksrichtungen.
An der Strasse kann man an kleinen Handwagen Suessigkeiten aus Mais und Erdnuessen fuer kleines Geld kaufen.
Eine beliebte Art zu Essen, ist gemeinsam zu essen , am besten bei einem "Hot Pot" (Feuertopf). Man hockt mit mehreren Leuten an einem Tisch und isst. In der Mitte ist ein Feuer und darauf der Wok. Darin ist heisse Huehnerbruehe mit Rettich. Man bestellt allerlei Dinge, zum Beispiel: Chinakohl, gruenes Gemuese, Tofu, alle Arten von Fleisch. Das Gemuese und das Fleisch wird nacheinender in den Hot Pot gegeben und gegessen. Es gibt verschiedene Sossen zum Dippen. Alles ist sehr sehr scharf. Und richtig lecker. Es gibt aber regionale Unterschiede, im Norden soll er anders zubereitet werden. Es soll auch zwei verschieden Pots geben, fuer Vegetarier oder wenn mans nicht so scharf mag. An dem Abend waren wir eine sehr gemischte Runde. Heidi (sie trafen wir schon in Yangshuo), Edward aus Kanada, Paul aus Australien und
Hardy aus Korea. Sie reisen alle dieselbe Route wie wir. Edward lebt schon seit 10 Jahren in Shanghai und spricht fliessend chinesisch. Am Nachbartisch sassen 4 Chinesen mit denen wir ins Gespraech kamen (aber nur weil Edward chinesisch konnte). Chinesen lieben Trinkspiele. Eins ihrer liebsten, ist das bei uns unter dem Namen bekannte Spiel "Stein, Schere, Papier. Und so mussten wir alle spielen und trinken...
Wenn man jemand besonders gern mag, kann man mit ihm anstossen und Arm in Arm trinken. Damit macht man den jenigen zur Schwester oder zum Bruder. Wir haben jetzt einen Bruder. Er heisst Tong. In der Guangxi Provinz leben viele ethnische Minderheiten, die Miao, die Dong und die Zhuang. Eigentlich gibt es mehr als zehn. In ganz China mehr als 600. Alle zusammen sind China. Die Zhuang Chinesen leben im Sueden der Guangxi Provinz, naemlich westlich von Nanning. Auch in dieser Gegend gibt es viele bizarr geformte schwarze Karstgipfel, winzige Doerfer, Reisfelder in denen sich Wasserbueffel suhlen und natuerlich die Zhuang Bauern die Ihre Familienfelder bestellen. Wir sind in ein kleines Dorf an der vietnamesischen Grenze gereist. Hier wollen wir 2 Tage bleiben und uns die Umgebung anschauen. Unser Quartier ist neben einer Schule wo jeden Morgen Fahnenapell ist, und Fruehsport. Die Kinder tragen alle rote Halstuecher. Da fuehlte sich Nicole an die DDR erinnert. Auf dem Hof vor unserem Haus ist eine Metallwerkstatt. Hier ist wirklich keine Langnase mehr ausser uns. Wir sind hier eine kleine Attraktion. Kein Mensch spricht hier Englisch und es war ein hartes Stueck Arbeit bis wir ein Zimmer fuer die Nacht bekommen haben. Das Dorf hat einen grossen Platz und darauf werden jeden Tag die Maiskerne und das Weizen getrocknet. 150m von hier schlaengelt sich der Heishui He, der die natuerliche Grenze zu Vietnam ist.
Am Tag unserer Anreise laufen wir so durch das Dorf auf der Suche nach einer kleinen Garkueche. Wir erklaeren dem Koch gerade das wir gebratene Nudeln haben wollen. Da mischt sich ein anderer Chinese ein, der tatsaechlich deutsch konnte! Tschuang war mal Dolmetscher und hat an der Pekinger Universitaet studiert. Er macht hier gerade Urlaub. Ausserdem kann man an der Grenze billig einkaufen! Am naechsten Tag wollen wir zusammen an den Wasserfall, wo ein kleiner Grenzmarkt ist. Dort konnt man nur ueber die schoene Landschaft staunen. (oben: Grenzfluss)










Nicoles Lieblingsblumen
wenn die Sonne richtig steht, dann sind sie lila












das schwarze auf der blume ist ein
schmetterling













Wasserfall












und sogar hier gibt es Coca Cola














Marktplatz im Dorf wo Mais und Getreide getrocknet werden

Wir sind zur Zeit in Pingxjang und werden morgen die Grenze zu Vietnam ueberschreiten. Morgen treffen wir in Hanoi Edward, Heidi und Hardy wieder.

Sonntag, 18. November 2007

China 2

Hello again!
Hier links im Bild ist der Moonhill, der aufgrund seiner mondfoermigen Oeffnung in der Mitte, so heisst. Heiko hat diesen bestiegen, sogar bis oben hin! Ich habe unten gewartet und mich mit den Marktfrauen unterhalten. Sie waren so nett, dass ich Ihnen Cola, Snickers und ne Postkarte abgekauft habe. Haha, ja so war es. Ein bisschen Deutsch haben sie von mir gelernt und ich wieder ein bisschen chinesisch! Hallo-Nihau, Danke-Tse Tse, Tschuess-Tsai ke, Kein Problem-Mae kwan tchi! Jo!
Letzten Mittwoch war es dann soweit. Wir waren klettern mit Tom und Bryony! Am Morgen gab es erstmal europaeisches Fruehstueck mit Bananenpfannkuchen und Haferflocken in warmer Milch (Nils, da mussten wir an dich denken). Und endlich mal wieder Kaffee! Nach diesem ausgiebigen Fruehstueck besorgten wir uns Kletterschuhe und waren nun bereit fuer den "Wine Bottle." So wird der Berg genannt, der sich unter anderem auch gut fuer Anfaenger eignet.
Rauf aufs Fahrrad und los gings. Vor Ort bekamen wir erstmal eine Einfuehrung im Anlegen des Harnisches, und sichern mit dem Seil. Bryany ging die erste Route und befestigte die Verankerungen im Fels. Dann wurde es ernst fuer Nicole. Nicole: " Aber da ich ja frueher schon auf jeden Baum geklettert bin, war es garnicht so schwer. Man braucht einfach eine gute Technik. Naemlich, um die Arme zu schonen, sollte man sich mit den Beinen hochdruecken. Und nicht hochziehen. Dann wird man zu schnell muede. Die erste Route kletterten wir alle einmal. Jetzt waren wir richtig warm fuer die naechsten 3 Routen. Zwischendurch gab es immer mal wieder einen Snack und viel Wasser, denn man schwitzt ganz schoen. Einmal oben angekommen ist man richtig suechtig. Die letzte Route war die laengste und schwierigste. Die Kraft wurde immer weniger. An einer Stelle kam ich einfach nicht weiter. Ich probierte mehrere Wege, aber die Kraft fehlte... Aber ich wollte unbedingt! Und dann mit einem richtigen Bruellen schaffte ich diese Huerde. Alle Untenstehenden riefen mir zu und applaudierten als ich es geschafft hatte.
Das war ein tolles Gefuehl. Ich war total ausgepowert, aber ich fuehlte mich fantastisch. Ich haette nie im Leben gedacht das ich mal klettere. Aber das werde ich wieder tun. Bestimmt! Das ist einfach klasse." Fuer diese tolle Erfahrung haben wir unsere Kletterlehrer zum Bier eingeladen. Wir hatten einen richtig tollen Tag. Am naechsten Tag allerdings hatten wir richtig schlimmen Muskelkater. Besonders in den Unterarmen.


Hier links im Bild ist Tom und im naechsten Bild Bryony, seine Freundin. Unsere Lehrer!

Ist man oben angekommen, hatte man diese fantastische Aussicht!

Am Freitag haben wir es geschafft, uns ein paar gute Fahrraeder auszuleihen um die Gegend besser zu erkunden. Zuerst ging es etwas planlos los. Wir fuhren raus aus Yangshuo und bogen ab um irgendwie aus der Stadt zu kommen. Wir hatten zwar eine Karte, die war aber fuer die Gegend zu ungenau. Schnell haben wir den fuer uns richtigen Pfad entdeckt, und folgten ihm durch ein kleines Dorf, in dem man , bei uns wuerde man sagen, noch wie vor hundert Jahren lebt. Die Haeuser waren aus Lehm gemauert und das Wasser musste man noch aus einem Brunnen pumpen. Auf der Strasse, eigentlich Weg, liefen die Huehner rum, Hunde lagen faul im Schatten und die Maenner vergnuegten sich unter einem grossem Baum bei einem Brettspiel. Wir folgten dem Weg weiter, der nun nicht mehr war als ein Trampelpfad und in eine "Schrebergartensiedlung" fuehrte. Dort entdeckte uns eine alte Frau, die gerade ihren Garten auf Vordermann brachte. Sie sah uns, wie wir interessiert rueberschauten und winkte uns zu sich um uns zwei Mandarinen zu geben. Wir glauben sie freute sich uns Langnasen etwas aus ihrem Garten zu schenken. Nach dieser kurzen Rast ging es weiter, Richtung irgendwo. Das naechste Dorf sollte uns auf den Weg zur Drachenbruecke bringen, welche wir aber nie erreichen wuerden.
Wir folgten dem Pfad unaufhoerlich, bis wir an eine Weggabelung kamen und wir nicht genau wussten, ob rechts oder links. Man muss sich das so vorstellen: auf der linken Seite fuehrte ein breiterer Weg entlang und es befand sich dort auch ein groesserer Unterstellplatz fuer Autos, unter dem sich weisse auf Hochglanz polierte Limousinen befanden. Unter anderem auch eines der hiesigen Polizei. Auf der rechten Seite war ein schmalerer Weg und ein grosser knarzender Bambusbusch, der gemaechlich im Wind hin und herwiegte. Wir entschieden uns fuer den linken, da der rechte uns als Sackgasse erschien. Nach kurzer Fahrt kamen wir wieder auf freies Feld mit kleinen Beeten und rechter Hand einer Fischfarm. Doch weit und breit keine Drachenbruecke. Die Fischfarm war so: Es gab ungefaehr sechs oder sieben grosse Wasserbassins mit kleinen und grossen schwarzen Fischen drin. Ueber dem Wasser waren Holzstege als Wege angeordnet, ueber die man gehen konnte um zu kleinen Huetten zu kommen die ebenfalls auf dem Wasser standen. Wir sahen dass dort Leute sassen, assen und tranken. Da wir etwas hungrig waren, gingen wir hinein und fragten mit Haenden und Fuessen ob wir etwas zu essen bekommen koennten. Nach laengerem hin und her wurden wir zu den Bassins begleitet um uns einen Fisch auszusuchen, den wir gleich verspeisen wuerden. Allerdings haette man ihn sich auch selbst angeln koennen. Er wurde als Bierfisch zubereitet, einer Spezialitaet aus dieser Region. Eigentlich hatten wir auch keine andere Wahl denn es gab nur dieses eine Gericht. Waehrend wir auf unser Essen warteten, schauten wir uns die Umgebung naeher an und beobachteten die drei oder vier Grueppchen. Es waren nur fein angezogene Maenner mit jeweils einer Frau dabei, die sehr gut aussahen. Fuer diese Gegend erschien es uns als untypisch so fein gekleidete Leute anzutreffen. Uns beschlich das Gefuehl im Nest der Mafia gelandet zu sein, was auch die auf Hochglanz polierten Limousinen und das Polizeiauto erklaeren wuerde. Ein weiteres Indiz dafuer war, die etwas nervoese Bedienung die nicht so gluecklich ueber unsere Anwesenheit schien. Wahrscheinlich wurden dort krumme Bestechungsgeschaefte mit der Polizei abgewickelt. Ihr denkt das ist Spass? Tanja und Markus und alle anderen Hobbyspuernasen (liebe Gruesse an den Cluedoclub ;-)) ihr wuerdet uns recht geben! Trotz alledem wurden wir nicht verfolgt und sind heile im Hostel angekommen. Uebrigens die Sprengungen haben aufgehoert.





Hier konnte Nicole unbemerkt ein Bild schiessen...


Uebrigens, liebe Hannoverfreunde, wir haben schon erste Erfolge gehabt, unseren Song zu promoten. In unserem Hostel war ein kleines Maedchen, sie hat zumindest die Musik mitgesummt! Na?! Super ne?!

Tom und Bryany bleiben noch laenger, doch wir wollen weiter an Meer. In Thailand wollen wir uns wiedertreffen. Dort gibt es den Ton Sai Beach. Man kann klettern und danach direkt ins Meer schwimmen gehen und einfach relaxen. Das hoert sich toll an, finden wir.

Montag, 12. November 2007

China 1

4.11.-24.11.2007



...Nicole konnte es einfach nicht lassen...











Wir sind nun seit einer Woche in China und es ist spannend zu sehen wie die Menschen in diesem Teil der Erde das Leben leben. Es scheint auf den ersten Blick ein einziges Chaos zu sein, aber wenn man sich in diesem Chaos bewegt, erkennt man trotzdem eine Struktur.

Nach langem Flug und voller Vorfreude landeten wir in Hong Kong. Nach halbstuendiger Fahrt in einem viel zu kalt klimatisierten Bus kamen wir in Kowloon an. Unser Hostel befand sich in einem Hochhaus in Tsim Sha Tsui, wo es auch noch andere Hostels gab. Die Zimmer sind einfach und jeder Quadratmeter wird dort genutzt. Auch das Badezimmer ist funktionell. Das Waschbecken mit verlaengertem Wasserhahn ist gleichzeitig die Dusche. Um das Haus komplett zu machen, gab es auf jeder Etage mindestens eine Schneiderei! Da wussten wir, hier sind wir richtig!
Da die Chinesen sehr geschaeftstuechtig sind, wittern sie an jeder Ecke ein Geschaeft, sind dabei aber hoeflich und nett. Heiko haette 20 Anzuege haben koennen, wir mussten aber ablehnen.
Hong Kong ist riesig und voller Menschen. Es hat den Anschein dort gibt es kein Haus unter 10 Stockwerke. Jedenfalls haben wir keins gesehen. Trotz alledem findet man ueberall kleine gruene Inseln, wo man verweilen kann.

Nachdem wir die Stadt schon auf eigene Faust erkundet hatten, gings ab zur Sightseeing Tour, welche schon sehr touristisch anfing. Wir bekamen einen Aufkleber auf die Brust und mussten einem blauen Faehnchen hinterherlaufen. Wir fuhren nach Hong Kong Iland, mit der Tram auf
den Peak, von wo aus wir eine fantastische Aussicht auf den Hafen, Central und Kowloon hatten. Danach gab es ein Dinner auf einem Dampfer, der eineinhalb Stunden im ZickZack den Hafen abfuhr. Zum Essen wurden wir von drei Chinesinnen in englischsprachiger Musik begleitet, die mehr oder weniger gut war. Gleich danach mussten alle an Deck und die beeindruckende Lichtshow des Hong Konger Bankenviertels bewundern. Dann wieder runter, weiteressen und gleich anschliessend wurden die Gaeste auf die Tanzflaeche gescheucht, um zu YMCA zu tanzen. Im Takt versteht sich. Zu Makkarena, Ketchup-Song usw.

Beim Verlassen des Schiffes verloren wir unseren Guide und waren auf uns selbst gestellt. Ganz in der Naehe befand sich das Viertel Central, welches bei jungen Leuten sehr beliebt ist. Es liegt am Hang und man kann mit Rollbaendern hinauffahren um rechts und links in die kleinen Gassen zu gehen. Ueberall gibt es kleine Geschaefte, Staende und Bars. Man kann dort eine gute Zeit verbringen und das Nachtleben in Hong Kong erleben. An diesem Abend trafen wir auf Fred, einen Schweden, von dem wir die Zahlen 1-10 auf chinesisch lernten. Ueberhaupt gibt es viele Backpacker, welche in Hong Kong ankommen um nach China einzureisen.

Inzwischen wurde uns Hong Kong zu teuer und wir mussten uns ueberlegen wie es weitergeht. Wir entschieden uns fuer Yangshuo. Das ist suedlich von Guilin und liegt in der Guangxi Provinz. Allein diese Reise, von Hong Kong nach Yangshuo, war laenger als unser Flug, naemlich 15 Stunden insgesamt. Zuerst allerdings passierten wir die Grenze nach China in Shenzhen, wo uns schon etwas mulmig zumute war. Aber alles verlief gut. Der Beamte an der Grenze bemerkte sogar, dass Nicole Geburtstag hatte und gratulierte Ihr. Die Gepaeckkontrolle verlief folgendermassen: man schmeisst geschwind sein Gepaeck und alles was man so bei sich traegt auf das Band, um es dann auf der anderen Seite in einer Traube von Menschen wieder herauszufischen. Man bekommt das Gefuehl, das alles irgendwie planlos zugeht. Nach laengerem Aufenthalt in einer Wartehalle ging es ab in den Zug. In unserem Teil des Zuges fuhren ausschliesslich Chinesen mit, die sich gerade auf einem Firmenausflug befanden. Manche von Ihnen haben noch nie einen Europaeer gesehen, und fanden es spannend uns anzuschauen. Fotos wurden auch gemacht. Heiko erklaerte Ihnen mit Haenden und Fuessen das wir aus Deutschland kommen, doch leider ohne Erfolg. Erst als die Worte Mercedes Benz und Brumm Brumm fielen, ging Ihnen ein Licht auf. Nach diesem lustigen Hand- und Fussgespraech stiessen wir nochmal auf Nicoles Geburtstag an und gingen auf unsere Holzpritschen schlafen. Nach dieser anstrengenden Fahrt erreichten wir Guillin, von wo aus wir mit dem Bus nach Yangshuo
weiterfuhren. Im Bus lief die ganze Zeit eine chinesische Karaokeshow im Fernsehen. Nebenbei warb ein chinesischer Hostelbesitzer die Backpacker fuer sein Hostel an. Wir dachten anschauen kostet nix, weiterziehen koennen wir immernoch. Doch wir konnten fuer 5 Naechte einen ziemlich guten Preis aushandeln. Es schien ausserdem ganz nett, denn auf dem Dach gab es eine Bar und sauber war es auch. Da konnten wir noch nicht wissen, das 50 m weiter ein Steinbruch ist, in dem tagsueber fast stuendlich
gesprengt wird.
Davon sollten wir von nun an jeden Morgen geweckt werden.
Yangshuo ist eine kleine, uebersichtliche Stadt umgeben von Karstgipfeln, die aussehen wie Schlumpfzipfelmuetzen. Hier kann man die Tage gemuetlich verbringen. Wir machten eine Fahrt auf dem Li- Fluss und eine Tour mit dem Fahrrad durch die kleinen Doerfer und die Berge.
In Yangshuo trifft sich schon laengere Zeit die Klettererszene. Diese Gegend ist weltweit bekannt und beliebt bei Kletterfreunden. Ausserdem ist Suedchina mittlerweile vom Tourismus erschlossen und es ist einfach zu reisen. Guangxi ist sogar fuer Chinesen ein beliebtes Urlaubsziel.
Man trifft hier viele Backpacker und manche
von Ihnen sind hier haengengeblieben. Sie verdienen hier ihren Lebensunterhalt mit Englisch- oder (wenn mans kann) Kletterunterricht. Uns wurde auch schon angeboten Unterricht zu geben, kleinen Kindern die gerade anfangen Englisch zu lernen. Sicherlich waere das eine tolle Erfahrung, aber so englischsicher fuehlen wir uns dann doch noch nicht ;-).
Ueberhaupt sind die Chinesen sehr interessiert an uns. Sie sprechen uns einfach an und wollen wissen woher wir kommen, was wir hier machen und wie uns China gefaellt. Einmal beim Abendessen haben wir ein chinesisches Ehepaar kennengelernt, die hier Ihre Ferien verbringen. Er war Soldat und Sie Journalistin. Es war richtig schoen. Sie waren so unkompliziert. Mittags hatten Sie Schnecken im Fluss gesammelt und haben uns eingeladen sie mit Ihnen zu essen. Sie wurden mit Gehaeuse im Wok erhitzt und dann musste man mit einem Zahnstocher das Fleisch herausziehen. Es schmeckt sehr lecker,
fast wie Muscheln.
Die Backpacker die mit uns ankamen, sind Kletterer und wollen mit uns morgen einen Zipfelmuetzenberg besteigen. Tom und Bryany kommen aus Nottingham\England. Mit Ihnen waren wir schon auf einer Mottoparty (jeder musste einen Schnurrbart tragen), wo viele Europaeer waren. Aber auch junge Chinesen, denn sie wollen Ihr Englisch ueben.
Hier spielt sich das Leben, wie fast ueberall, im Freien ab. Die Menschen arbeiten und verbringen Ihre freie Zeit draussen. Im Moment ist hier eigentlich Winter, es herrschen aber milde Temperaturen und die Regenzeit ist vorbei. Das heisst auch die Moskito\ Malariazeit ist vorbei. Und sie Saison hat begonnen. Es tummeln sich also eine Menge Leute auf der Strasse, was den Verkehr chaotisch werden laesst. Fuer alle Besucher ist es unfassbar, das hier nicht mindestens alle 5 Minuten ein Unfall passiert. Aber die Einheimischen sind gelassen und nehmens mit Humor. Eine Menge Touris kommen jeden Tag mit dem Boot von Guilin und werden dann pausenlos gefragt ob sie denn nicht Bambooboat fahren wollen. Uns lassen sie Gottseidank in Ruhe, sie kennen uns schon. Denn Heiko macht so seinen Spass mit Ihnen. Mittlerweile werden wir schon von weitem begruesst.





Dieses chinesische Maedchen war ganz vernarrt in Heiko.