Hallo und Herzlich Willkommen,
bei Ich bin wieder da!
Die letzten drei Tage "meiner" Reise verbrachte ich bei Andre, in Sao Paulo. Sein Sohn Nicki war auch da, und Andre zeigte mir die Stadt und die Clubs von Sao Paulo, auf seinem Motorrad. Brasilien oder vielmehr Sao Paulo, kommen mir viel reicher vor, aber vielleicht liegt es auch nur daran das Bolivien viel aermer ist, und weil ich bei jemanden war, den ich kannte. Man bekommt zwangslaeufig einen anderen Eindruck von einer Stadt oder von einem Land, jenachdem wie man sich darin bewegt oder reist.

Mein Flug sollte ja am 3.11. gehen, doch dieser hatte ein Problem mit der Benzinpumpe. Das konnte in 7 langen Stunden repariert werden und so flogen wir erst am naechsten Tag ab, und den Anschlussflug in London nach Hamburg erreichte ich nicht mehr. Das heisst, erst am naechsten Tag kam ich in Hamburg an. Als wir im Landeanflug auf Hamburg waren, kamen mir die Traenen so geruehrt und gluecklich war ich.

Ich war wieder da. In Deutschland, meiner Heimat. Was mir dabei alles durch den Kopf ging, kann ich hier garnicht alles niederschreiben. Ich bin also durch die Passkontrolle mit einem Grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Ich wusste ja, das niemand da war, weil mein Flug solche Verspaetung hatte und keiner wirklich wusste, wann ich nun lande. So hatte ich das ganze intensive Gefuehl nur fuer mich.

Leider ging mein Rucksack auf dem Flug kaputt und ein Gepaeckstueck ging verloren. Nun das geht seinen Gang, ich war gluecklich hier zu sein.
Als erstes fuhr ich in die Stadt und ich habe ein Busticket auf Deutsch gekauft. Das war toll!
Ich fuhr in die Stadt hinein und erkannte den ein oder anderen Laden oder eine Strasse wieder. Und es war wie immer. Es hatte sich garnichts veraendert. Das hatte mich ueberrascht.

Und auch als ich spaeter meine Freundinnen in den Arm nahm, fuehlte es sich wie immer an: GUT.
Als ob ich garnicht so lange weg war. Kam das nur mir so vor. Ein Jahr fliegt wie im Flug, das kam mir frueher so vor. Mein letztes Jahr nicht.

Am naechsten Tag gings dann zu meinen Freunden nach Hannover und anschliessend zu meinen Eltern. Oh mein Gott ich kann garnicht sagen wie das alles war. Ich kann nur sagen: ich war besoffen vor Glueck. Dann mein Geburtstag und die kleine aber feine Feier. Da hatte ich so viele liebe Menschen um mich, kann es einem Menschen besser gehen? Ich glaube nicht. Es waere natuerlich toll, wenn Heiko dagewesen waere, aber sonst war ich wunschlos gluecklich.

Allerdings merkte ich am darauffolgenden Tag das es wohl ein wenig zu schnell ging, meine Eingewoehnung in Deutschland. Ich konnte den neuen Kochherd meiner Mutter nicht bedienen. Die Kaffeemaschine und auch den Ofen nicht. Luxuswelt Deutschland, daran muss ich mich erstmal wieder gewoehnen. Wie um wieder "runterzukommen" sah ich mir Bilder von Bolivien an und die Dinge aus meinem Rucksack. Einfache Dinge, Dinge die ich kannte und die einfach funktionieren. Es geht also auch in die andere Richtung, man kann sich auch an nicht soviel Luxus gewoehnen.

Die naechsten Tage verbrachte ich mit Arbeitsamt und sortieren meiner Sachen. Wir hatten ja fast unseren ganzen Haushalt aufgegeben, aber ich empfinde all diese Sachen immernoch zuviel. Ich brauche keine 20 Handtuecher oder 20 paar Bettwaesche. So werde ich im kommenden Fruehjahr Samstags Flohmarkt machen.

Ich wohne jetzt in der Nieschlag WG. Alles Leute, die ich von frueher kenne, und ich geniesse die Abende bei Kaminfeuer, mit quatschen und Backgammon spielen.
Manchmal gehen wir auch tanzen. Ach ich find mein Leben toll!
Uebrigens kommt Heiko am 29.12.08 wieder und wir werden hier in der NieschlagWG eine SilvesterParty machen. Wer noch nichts vorhat, ist herzlichst eingeladen und willkommen.
Eure nicki lauda
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