Samstag, 22. Dezember 2007

Vietnam 2 und Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten liebe Familien und Freunde.
Wir wuenschen Euch ein frohes Fest und einen guten Start in das Jahr 2008. Auch hier ist weihnachtliche Stimmung, aber eben echt warm.
Fuer unsere Vorstellung macht die ganze Weihnachtsdekoration keinen Sinn, aber trotzdem werden wir an das Fest erinnert, und sind in Gedanken bei Euch.

Ein guter Ort um laenger zu verweilen ist ohne Zweifel Mui Ne. Nach 18 stuendiger Fahrt von Hoi An ueber Nha Trang ( wo wir nur 2 Stunden Aufenthalt hatten) nach Mui Ne waren wir heilfroh endlich angekommen zu sein. Nach alldem auspacken und einpacken sehnten wir uns mal laenger an einem Ort zu bleiben. Mui Ne war mal ein kleines Fischerdorf aber im Laufe der Zeit sind immer mehr Hotels, Gasthaeuser und Cafe's dazugekommen. Es gibt nur eine Strasse die durch Mui Ne fuehrt, die das Dorf in die Strand -bzw. in die Landseite teilt. Zuerst hatten wir einen kleinen Bungalow an der Strandseite, wo wir nachts nur das Rauschen des Meeres hoerten. Jedoch war das Resort etwas ausserhalb des " Zentrums". Obwohl ein Taxijeepfahrer uns angeblich ins "Zentrum" gefahren hat, wofuer er 50.000 dong kassierte. Spaeter stellten wir fest das es 1. total ueberteuert war und 2. auch nicht das Zentrum war. So ein Schlitzohr, aber man trifft sich immer zweimal im Leben... So kam es dann auch. Er fand das zu Anfang sehr lustig uns uebers Ohr gehauen zu haben, entschuldigte sich aber spaeter doch noch. Als kleine Geste konnten wir bei ihm Internet frei nutzen und manchmal gab es auch was zu essen.
Wir liehen uns Fahrraeder aus und erkundeten Mui Ne auf eigene Faust. Dabei kamen wir an einen fantastischen Strand, wo viele Kite- und Windsurfer ihren Sport trieben.
Wir verbrachten ein paar Tage mit faulenzen, Karten spielen, lesen, sonnen, Sonnenbrand kriegen, Kokosnussmilch trinken und in der Haengematte liegen. Jedoch, wurde uns dieses angenehme Rumhaengen etwas zu langweilig und wir mussten uns etwas einfallen lassen. Zwischen Oktober und Mai herrschen hier perfekte Windbedingungen, welche die Kite- und Windsurfer anlockt. Nach laengerem Ueberlegen waren wir uns einig und wollten das Kitesurfen lernen. Wir machten eine Schule ausfindig, in der unter anderem Sabine und Felix, unsere zukuenftigen Instructors ausbildeten. In dieser Strandhuette, in der die Schule unter
gebracht war, ging es ziemlich relaxed und cool zu. Wenn die Lehrer oder Schueler nichts zu tun hatten, sass man dort rum, hoerte Musik, ist cool und wartet darauf aufs Wasser zu gehen. Wir erwischten eine Zeit, in der wir ganz schoen oft cool in der Huette sitzen mussten, da es an genuegend Wind mangelte. Oder aber es war Wind da und keine passenden Kites. Wenn aber alle Bedingungen stimmen, macht es richtig Spass mit dem Kite und dem Bord aufs Wasser zu gehen. Nach dem kurs heisst es ueben, ueben, ueben. Die gelernten Fakten anwenden und dann hat man ziemlich schnell Erfolge. Die Lernkurve steigt bei diesem Sport recht schnell an, im Gegensatz zum Windsurfen, was laengere Zeit in Anspruch nimmt. Da wir zwecks der Entferung von unserem ersten Resort ins "Mellow", einer Kitesurferunterkunft, wechselten, bekamen wir einen herrlichen Einblick in das taegliche Leben der Surfer. Es ist eine kleine Gemeinschaft in der es sich in erster Linie ums Surfen dreht. Man erzaehlt sich welches Materiel zu welcher Bedingung passt, wie man welche Spruenge macht und ob der Wind heute gut war und wie er wohl morgen sein wird...
Manche Surfer bleiben die ganze Saison um zu Surfen oder um zu unterrichten und manche leben schon Jahre dort. Und dann sind da noch die Gelegenheitsurlauber, wie wir. Die "Alteingesessenen" Surfer haben Ihre ganz eigene Art und es ist schwierig in diese "Community" akzeptiert zu werden. In dieses "Level" kamen wir nicht. Deshalb bildeten wir eine Opposition mit Enda, einem Iren, der von seiner russischen Lehrerin hin und wieder auf russische Art zurechtgewiesen wurde. Und mit Knut, einem Norweger hatten wir unseren Spass und hingen zusammen ab.
Nach knapp zwei Wochen wollten wir etwas anderes sehen, ausserdem wuerde unser Visum am 24. 12. enden, sodass wir uns langsam auf den Weg Richtung Grenze machen mussten. Unser naechster Stop sollte Saigon (Ho Chi Min Stadt) sein. Hier kamen wir gegen Abend an und wir sahen den verruecktesten Verkehr, den man sich ueberhaupt vorstellen kann. Die haben hier ungefaehr 1 Milliarde Motorroller, die fast zur gleichen Zeit alle auf der Strasse sind. Sie fahren in die gleiche Richtung und wollen alle als erste am Ziel sein. Vietnamesen sind allesamt Renn-
fahrer und Michael Schumacher muesste sich
hier neu beweisen. Und die Hupe ist das meistbenutzte Teil am Fahrzeug.
Wir machten uns auf die Suche nach einer Unterkunft und wurden auch schnell fuendig. In einer so riesigen Stadt wie Saigon, ist es nicht schwer das passende Hotelzimmer fuer sich zu finden. Danach wollten wir das hieseige Nachtleben erkunden. Wir kamen nicht weit, da wir an der naechsten Kreuzung Fruechte, guenstiges Bier und ein tolle Aussicht auf das Nachtleben dort bekamen. (v.l. Nicki, Heiko, Enda, Knut) Dort trafen wir auf Michael, ein Afrikaner. Eigentlich hat er Familie in Australien, aber hier in Saigon kann er als Englischlehrer
mehr Geld verdienen. Immermehr Freunde von Michael kamen vorbei und nannten ihn "my Master". Die meisten von Ihnen sind gebuertig aus Ghana, Nigeria oder Liberia. Nach ein paar Bier schlugen sie einen Locationwechsel vor und wir wechselten die Strassenseite. Dort gab es Reggea und noch mehr seiner Freunde.
Efe ist ein grosses Fussballtalent und spielt in einer hohen Liga in Vietnam. Er bat Heiko nach seiner Einschaetzung zur europaeischen Fussballclubsituation, und wie man am besten als Afrikaner in die dortige Liga einsteigen koennte. Leider war es fuer Heiko nicht ganz so einfach, dies zu beurteilen, da er keine Manager
erfahrung im europaeischen Fussball hat. Aber Heiko gab sein bestes und irgendwie war er zufrieden.
Am naechsten Tag stand Kultur an der Tagesordnung und wir erkundeten Saigon. Wie schon erwaehnt ist der Verkehr ganz schoen verruckt und auch mindestens eine Attraktion von Saigon. Denn allein die Ueberquerung einer Strasse war ein Abenteuer. Am besten man bewegt man sich in einem kontinuierlichen Tempo in den Verkehr hinein um zur anderen Strassenseite zu glangen. Man darf nicht zu schnell laufen und auch nicht zu langsam, denn die Motorrollerfahrer muessen sehen was dein
naechster Schritt ist. So funktioniert der Verkehr zwischen den Fahrzeugen und Fussgaengern einwandfrei.
Am Abend trafen wir wieder Knut und Enda, unserer coolen Surfkollegen ;-) und gingen zusammen essen. Wir erzaehlten von unserem gestrigen Abend und Enda glaubte zu wissen das wir uns mit der afrikanischen Mafia von Saigon getroffen haben. Hahahaha. Schon wieder Mafia. Vielleicht sollten wir uns ueberlegen als Autoschieber oder sonst einem kriminellen Geschaeft nachzugehen. Wir schlugen alle Vorwarnungen in den Wind und trafen uns erneut mit unseren "neuen Freunden" und
kamen in den erstklassigen Genuss afrikanischer Freestylemucke an der Strasse. Das war grosse Klasse.
Nach drei aufregenden Tagen in Saigon verabschiedeten wir uns von der Stadt, Knut, Enda und Michael und versuchten auf eigene Faust durch das Mekongdelta, per Boot, nach Pnom Phen zu gelangen.
(oben im Bild:vietnamesischer Flaechenstreicher)
Da wir schon einige geplante Touren mitgemacht hatten wollten wir unseren eigenen Gedanken folgen, und fanden eine eigene Verbindung zur naechsten Zwischenstation heraus. Mit dem Bus
ging es nach My Tho, was bis dahin auch kein Problem war. Als wir dort ankamen wurde unsere Geduld und unser Verstaendnis fuer vietnamesische Geschaeftstuechtigkeit auf eine harte Probe gestellt. Zuerst ging es per Motorroller zum Hafen, denn dort sollte eine Faehre ablegen, in Richtung Can Tho. Als wir am Hafen ankamen schauten wir in verstaendnislose Gesichter. Hier wurde uns gesagt das so etwas nicht moeglich sei. Unser naechster Plan war nun doch eine Tour zu buchen, aber auch das schlug fehl. Da diese Kleinstadt nur ueber ein Reisebuero verfuegte, in der man regionale Touren buchen konnte, nicht aber mit Ziel
Kambodscha. Wir waren schon etwas traurig, da wir uns vorgestellt hatten wie toll es sei gemuetlich durchs Delta zu schippern. Wir gaben uns geschlagen und wollten nur noch weg, da uns die ganze Infosammelei per Motorbike schon eine Stange Geld gekostet hatte. Also versuchten wir mit dem Bus nach Can Tho zu gelangen, einer Stadt zwischen Pnom Phen und My Tho. Aber auch hier ernteten wir nur ein muedes Laecheln, denn... hier gibt es keine Busstation! Waaaasss??? Was gibt es denn in dieser Stadt, nur Motorbikes die einen Haufen Geld kosten? Nein, wir koennen uns an die "Autobahn" stellen und auf einen Bus warten, der in unsere
Richtung faehrt, ihn heranwinken und so nach Can Tho zu kommen. Das ist doch was, wenn das die einzige Moeglichkeit ist, nichts wie hin, aber wie? Na mit dem Motorbike natuerlich. Wir waren also an dieser Autobahn und es kam der Bus. Toll, wie einfach sowas geht. Aber die Sache hatte, wie alles an dem Tag, einen Haken. Dieser Bus sollte 400.000 dong kosten, was ungefaehr dreimal soviel ist, wie ein Einheimischer bezahlt. Wir konnten ihn auf 300.000 dong herunterhandeln, doch darunter ging der Fahrer nicht. Und da uns nichts anderes uebrigblieb bezahlten wir, um dort wegzukommen, und fuhren los.
Am Abend kamen wir in Can Tho an und wurden nicht wie vereinbart im Zentrum herausgelssen, sondern 2 km ausserhalb. Aber es standen auf jedenfall Motorbikes zur Verfuegung! Wie so oft.
Als kleiner Lichtblick trafen wir am Abend einen Einheimischen, der uns fuer einen fairen Preis, die Wassermaerkte der Stadt am naechsten Morgen zeigte. Dann kamen wir doch noch in den Genuss durch kleine Kanaele zu schippern und den Einheimischen beim Handeln zuzuschauen. Das hat den ganzen Aerger wieder wett gemacht. Von Can Tho aus ging es nach Chau Doc, von wo wir ein Boot nach Pnom Phen nahmen. Hier werden wir Weihnachten verbringen.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Vietnam 1

24.11.-23.12.2007

Am naechsten Morgen holte uns der Tuk Tuk Fahrer, mit dem wir am Abend zuvor den Preis bis zur Grenze ausgemacht hatten, puenktlich um sieben Uhr ab. Wir dachten die Grenze sei nicht weit entfernt und stiegen noch etwas verschlafen hinten auf. Nach viertelstuendiger Fahrt waren wir schon ordentlich durchgefroren, doch von der Grenze war noch nichts zu sehen. Als wir dann nach einer halben Stunde durchgefroren und durchgeschuettelt endlich die Grenze erreichten, sprang unser Fahrer frisch und munter von seinem Bock und bot uns mit breitem Grinsen Dollars (mit denen man nach wie vor in Vietnam bezahlen kann) zum wechseln an. Wir lehnten ab, und gingen die letzten Meter zu Fuss um China hinter uns zu lassen.
Die Grenzueberschreitung lief unspekakulaer ab. An der Grenze, schon vietnamesische Seite, stellten wir erstmal unsere Uhr um. Wir sind Deutschland jetzt nur noch sechs Stunden voraus. Weit und breit waren keine Busse zu sehen, damit wir irgendwie nach Dong Dang oder Lang Son kommen koennten, geschweige denn nach Hanoi. So mussten wir wohl oder uebel ein Taxi nehmen, wofuer der Taxifahrer gleich 15$ wollte. Wir handelten ihn auf 8$ runter. Der Taxifahrer fuhr uns nach Lang Son. Dort muesste eigentlich der Bahnhof sein, um nach Hanoi zu kommen. Aber der Taxifahrer fuhr uns direkt zu seinem Vetter, hatten wir das Gefuehl. Dieser fuhr gerade zufaellig! nach Hanoi. Er wollte 25$ haben. Wir handelten ihn auf 20$ runter. Wir waren muede und hatten keine Kraft auf eigene Faust den Bahnhof zu suchen. Im Nachhinein erfuhren wir, das der Preis auch in Ordnung war. In Hanoi wollten wir in das "Little Hanoi Hostel", das uns zuvor von Heidi und Edward empfohlen wurde. Ausserdem wuerden wir sie dort treffen. Und so kam es dann auch. Heidi und Edward waren da. Paul und Hardy waren schon weitergezogen. Wir haben dann gleich mal geschaut ob unser Internetblog geht, denn in China konnten wir nicht auf ihn zugreifen. Und er wurde angezeigt. Hmmm... Den ersten Tag sind wir erstmal ziellos durch Hanoi gelaufen. Der Verkehr ist hier noch krasser als in China, soviel ist sicher. Da mussten wir an Euer Video denken, Thomas und Silke ;-). Abends zogen wir los um etwas zu essen ausfindig zu machen. Wir assen alle zusammen sie asiatische Variante. Naemlich alle zusammen von allem was es in der Mitte so gibt. Uns gefaellt es richtig gut so zu essen. Wir hatten eine Art eigenes Barbeque, konnten Fleisch und Gemuese selbst braten. An der Strasse, das ist wirklich die guenstigste Variante. Mann war das lecker! Danach heben wir einen Platz ausfindig gemacht (steht im Lonely Planet drin), es ist eine Art Rondeel und dort kann man fuer 2000 dong (= 8 cent) frisches Bier trinken. Es ist noch nicht fertig gegaert und deshalb nicht besonders stark. Aber egal. Am naechsten Abend sollte im Jazzclub eine Band spielen. In Hanoi duerfen Livebands nur
bis 11.30 spielen und Bars muessen um 12.00 schliessen. Das soll anscheinend nur in Hanoi so sein. Der Jazz war gut und Heiko hatte seinen Heidenspass dabei. Der Jazzfinger wippte! Nachdem das Konzert vorbei war und die meisten Gaeste sich aufmachten zu gehen, sassen wir mit unserer Truppe noch da und freuten uns mal wieder richtig guten Jazz gehoert zu haben. Wenig spaeter, sassen wir mit drei aelteren Koreanern und dem Saxophonisten der Band am Tisch und tranken Whiskey. Waehrend wir da sassen fing der Saxophonist, der angeblich ein bekannter Musiker ist, fuer uns an zu spielen. Wegen der Sperrstunde wurde das
Licht geloescht und so sassen wir da, im Dunkeln und lauschten der Musik. Auf dem Nachhauseweg haben wir dann Hannover erfolgreich mit unserem Lied promotet. Alle haben mitgesungen und wir haben es auf Video!
Dafuer haben sie auf Lebenszeit immer ein Platz in Hannover frei, sollte es sie dorthin verschlagen.
Hanoi, an sich mit seiner Bauweise gefaellt uns gut, aber der Verkehr, die Lautstaerke und auch die Luftverschmutzung machen uns zu schaffen. So entscheiden wir uns eine Auszeit zu nehmen, nur Sonne+Wasser. Auf zur Halong Bay.

Es ist Mittwoch, der 28.11. und wir sind heute von einer 3 Tage Tour Halong Bay zurueckgekommen. Es war super. Das Wetter war spitze, auch die Natur. Und die Leute echt nett. Wir hatten nach dreistuendiger Fahrt den Hafen erreicht, und bestiegen unser Schiff und schipperten so in der Halong Bay herum. Es war warm und beim ersten Stop sprang Nicole auch schon ins Wasser. Dann sind wir mit dem Kajak noch etwas herumgepaddelt, bevor die Sonne unterging. Das war schon romantisch, wir hatten Vollmond und die Lichter von den anderen Booten die sich im Wasser spiegelten... und das Geraeusch von Wasser... Himmlisch. Wir blieben ueber Nacht an Bord und wir haben richtig gut geschlafen.
Am naechsten Tag nahm das Boot Kurs auf Cat Ba, eine der groesseren Inseln in Halong Bay. Wir entschieden uns eine Trekkingtour zu machen und kamen dabei ganz schoen ins Schwitzen, aber es lohnte sich. Denn ober angekommen hatte man eine fantastische Aussicht. Nachmittags schipperten
wir mit einem Bambusboot zu einer kleineren Insel. Manche von uns gingen spazieren, manche Baden und wir fuhren Kajak. Auf der Insel hatte ein Affe Nicole's Sonnenbrille gestohlen. Toll! :-(
Am Abend sassen wir alle zusammn und wir sagen euch, unser Schaedel hat gebrummt. Drei Tage non Stop Englisch reden. Das war hart. Aber wir hoffen das es bald normal wird.
Jess und Simon aus Australien wollen bald heiraten und wir erzaehlten Ihnen das es Brauch ist, in Deutschland auf Hochzeiten Spiele zu spielen. Sie waren schlichtweg begeistert. Notierten sich alles, und morgen soll Heiko die Braut vermessen und mit ihr Stoff kaufen gehen. "Wer haette das gedacht das ich so schnell mein Massband auspacken muss. Hier ein kleiner Gruss an meine Kollegen ;-). "
Der naechste Tag sollte uns wieder zurueck nach Hanoi fuehren. Hier ist es so ruhig und die Luft ist nicht so von Abgasen verpestet, das es uns schwer faellt... Ein kleiner Stop und wir nutzten alle nochmal die Gelegenheit ins kuehle Nass zu springen. Auf dem Weg zurueck nach Hanoi haben die anderen die gruseligsten Geschichten zum Besten gegeben, die sie je beim Reisen erlebt haben. Dan und Jenni wurden schon mal von einem Urang Utah verfolgt. Hilfe! Das Gruppenfoto unten von links: Simon und Jess , Heiko und Nicole, Peggy, Dan und Jenni und George. Peggi und George waren echt cool. Sie sind beide schon 60 und travels durch Asien. Sie wussten an dem Tag noch nicht wo sie abends schlafen sollten. Und das in dem Alter! Hut ab!Besonders Peggi hatte eine Energie. Wahnsinn!
Am Freitag fuhren wir dann nach Hue. Die Strecke Hanoi-Hue dauert 12h, sodass wir uns fuer den Nachtbus entschieden. Die Reisegesellscheft hatte nur leider den Bus ueberbucht und es fehlten 4 Plaetze. Uns wurden mehrere Alternativen angeboten: entweder noch eine Nacht in Hanoi bleiben und morgen weiterfahren, oder die Strecke mit dem Sitzbus fahren oder doch nochmal nachschauen ob wirklich alle Plaetze belegt sind. Letzteres taten wir dann auch, aber erstaunlicherweise blieben alle Betten belegt. Schlussendlich bekamen wir dann doch noch einen Platz. 4 andere schliefen auf dem Boden und wir in den Betten. Wir
haetten auch auf dem Boden geschlafen, aber das wollte die Busstuardess nicht. Die Klimaanlage lief, es war kalt und der Busfahrer hupte die ganze Strecke, sodass von Ruhe nicht die Rede sein konnte. Heiko, mit seinen langen Beinen hatte so seine Not die richtige Schlafpostion zu finden und so waren wir heilfroh endlich in Hue angekommen zu sein. Hue ist die alte Kaiserstadt von Vietnam und wir schauten uns die verbotene Stadt an. Es ist schon beeindruckend wie die Kaiser seinerzeit gelebt haben. Anschliessend hatten wir ein Hand- und Fussgespraech mit zwei Vietnamesinnen. Sie erzaehlten uns von dem Hochwasser das hier vor kurzem noch war.
Und sie waren sehr erstaunt das wir noch keine Kinder haben, weil Nicole doch schon 30 ist! Heiko solle ihr doch bitte einen dicken Bauch machen! Ausserdem fanden sie Heikos Haare an den Beinen lustig. Sie kicherten und Nicole glaubt ja, das sie denken, es seien Schamhaare. Haha.
Die Aeltere Frau von beiden schenkte Nicole ihr rosa Rueschhaarband und wollte sich unbedingt mit uns fotografieren lassen. Doch leider, wenn man die Kamera mal braucht, ist der Akku leer. So ein Mist.
Mittlerweile sind wir in Hoi An, in Hue hatte es schon den letzten Tag nur geregnet und so sind wir weiter. Hoi An ist wirklich niedlich. Es ist eine kleine Schneiderstadt. Viele Kaufmannsfamilien aus China hatten sich in frueherer Zeit hier niedergelassen und sind zu Reichtum gekommen. Die Stadt vereinbart architektonische Einfluesse aus Japan, China, Europa und Vietnam. Sehr interessant.
Auf dem Markt sind wir mit einer Frau ins Gespraech gekommen, die uns mal nicht gleich was verkaufen wollte. Wir teilten mit Ihr unsere Wassermelone und kurz darauf kam die Polizei und redete mit ihr. Es war ein kurzes, hitziges Gespraech. Als sie weg waren, fragten wir was denn los sei. Und sie meinte das sie nicht mit uns reden duerfe, ausser es gehe ums Geschaeft. Das fanden war ganz schoen krass, und uns beschleicht immer mehr das Gefuehl, Vietnam ist in fest gefuehrter Touristenhand. Es ist hier viel schwerer, als in China, mir den Einheimischen ins Gespraech zu kommen. Tourismus ist ein wirtschaftliches Standbein in Vietnam und vor Jahren war es sicher noch ein Abenteuer hier zu reisen, doch mittlerweile ist hier alles touristisch erschlossen. Andererseits ist es gut, denn so koennen eben alle, auch wir, viel einfacher reisen. Hmm... Aber so ein bisschen Abenteuer waere auch nicht schlecht... Heute Nacht werden wir weiter nach Mui Ne reisen und dort mindestens eine Woche bleiben. In Hoi An hat es heute angefangen zu regnen und es hoert garnicht mehr auf.
Uebrigens koennen wir auch hier seit drei Tagen nicht mehr auf unseren Blog zugreifen...