China 2
Hier links im Bild ist der Moonhill, der aufgrund seiner mondfoermigen Oeffnung in der Mitte, so heisst. Heiko hat diesen bestiegen, sogar bis oben hin! Ich habe unten gewartet und mich mit den Marktfrauen unterhalten. Sie waren so nett, dass ich Ihnen Cola, Snickers und ne Postkarte abgekauft habe. Haha, ja so war es. Ein bisschen Deutsch haben sie von mir gelernt und ich wieder ein bisschen chinesisch! Hallo-Nihau, Danke-Tse Tse, Tschuess-Tsai ke, Kein Problem-Mae kwan tchi! Jo!
Letzten Mittwoch war es dann soweit. Wir waren klettern mit Tom und Bryony! Am Morgen gab es erstmal europaeisches Fruehstueck mit Bananenpfannkuchen und Haferflocken in warmer Milch (Nils, da mussten wir an dich denken). Und endlich mal wieder Kaffee! Nach diesem ausgiebigen Fruehstueck besorgten wir uns Kletterschuhe und waren nun bereit fuer den "Wine Bottle." So wird der Berg genannt, der sich unter anderem auch gut fuer Anfaenger eignet.
Am Freitag haben wir es geschafft, uns ein paar gute Fahrraeder auszuleihen um die Gegend besser zu erkunden. Zuerst ging es etwas planlos los. Wir fuhren raus aus Yangshuo und bogen ab um irgendwie aus der Stadt zu kommen. Wir hatten zwar eine Karte, die war aber fuer die Gegend zu ungenau. Schnell haben wir den fuer uns richtigen Pfad entdeckt, und folgten ihm durch ein kleines Dorf, in dem man , bei uns wuerde man sagen, noch wie vor hundert Jahren lebt. Die Haeuser waren aus Lehm gemauert und das Wasser musste man noch aus einem Brunnen pumpen. Auf der Strasse, eigentlich Weg, liefen die Huehner rum, Hunde lagen faul im Schatten und die Maenner vergnuegten sich unter einem grossem Baum bei einem Brettspiel. Wir folgten dem Weg weiter, der nun nicht mehr war als ein Trampelpfad und in eine "Schrebergartensiedlung" fuehrte. Dort entdeckte uns eine alte Frau, die gerade ihren Garten auf Vordermann brachte. Sie sah uns, wie wir interessiert rueberschauten und winkte uns zu sich um uns zwei Mandarinen zu geben. Wir glauben sie freute sich uns Langnasen etwas aus ihrem Garten zu schenken. Nach dieser kurzen Rast ging es weiter, Richtung irgendwo. Das naechste Dorf sollte uns auf den Weg zur Drachenbruecke bringen, welche wir aber nie erreichen wuerden.
Wir folgten dem Pfad unaufhoerlich, bis wir an eine Weggabelung kamen und wir nicht genau wussten, ob rechts oder links. Man muss sich das so vorstellen: auf der linken Seite fuehrte ein breiterer Weg entlang und es befand sich dort auch ein groesserer Unterstellplatz fuer Autos, unter dem sich weisse auf Hochglanz polierte Limousinen befanden. Unter anderem auch eines der hiesigen Polizei. Auf der rechten Seite war ein schmalerer Weg und ein grosser knarzender Bambusbusch, der gemaechlich im Wind hin und herwiegte. Wir entschieden uns fuer den linken, da der rechte uns als Sackgasse erschien. Nach kurzer Fahrt kamen wir wieder auf freies Feld mit kleinen Beeten und rechter Hand einer Fischfarm. Doch weit und breit keine Drachenbruecke. Die Fischfarm war so: Es gab ungefaehr sechs oder sieben grosse Wasserbassins mit kleinen und grossen schwarzen Fischen drin. Ueber dem Wasser waren Holzstege als Wege angeordnet, ueber die man gehen konnte um zu kleinen Huetten zu kommen die ebenfalls auf dem Wasser standen. Wir sahen dass dort Leute sassen, assen und tranken. Da wir etwas hungrig waren, gingen wir hinein und fragten mit Haenden und Fuessen ob wir etwas zu essen bekommen koennten. Nach laengerem hin und her wurden wir zu den Bassins begleitet um uns einen Fisch auszusuchen, den wir gleich verspeisen wuerden. Allerdings haette man ihn sich auch selbst angeln koennen. Er wurde als Bierfisch zubereitet, einer Spezialitaet aus dieser Region. Eigentlich hatten wir auch keine andere Wahl denn es gab nur dieses eine Gericht. Waehrend wir auf unser Essen warteten, schauten wir uns die Umgebung naeher an und beobachteten die drei oder vier Grueppchen. Es waren nur fein angezogene Maenner mit jeweils einer Frau dabei, die sehr gut aussahen. Fuer diese Gegend erschien es uns als untypisch so fein gekleidete Leute anzutreffen. Uns beschlich das Gefuehl im Nest der Mafia gelandet zu sein, was auch die auf Hochglanz polierten Limousinen und das Polizeiauto erklaeren wuerde. Ein weiteres Indiz dafuer war, die etwas nervoese Bedienung die nicht so gluecklich ueber unsere Anwesenheit schien. Wahrscheinlich wurden dort krumme Bestechungsgeschaefte mit der Polizei abgewickelt. Ihr denkt das ist Spass? Tanja und Markus und alle anderen Hobbyspuernasen (liebe Gruesse an den Cluedoclub ;-)) ihr wuerdet uns recht geben! Trotz alledem wurden wir nicht verfolgt und sind heile im Hostel angekommen. Uebrigens die Sprengungen haben aufgehoert.
Hier konnte Nicole unbemerkt ein Bild schiessen...
Uebrigens, liebe Hannoverfreunde, wir haben schon erste Erfolge gehabt, unseren Song zu promoten. In unserem Hostel war ein kleines Maedchen, sie hat zumindest die Musik mitgesummt! Na?! Super ne?!
Tom und Bryany bleiben noch laenger, doch wir wollen weiter an Meer. In Thailand wollen wir uns wiedertreffen. Dort gibt es den Ton Sai Beach. Man kann klettern und danach direkt ins Meer schwimmen gehen und einfach relaxen. Das hoert sich toll an, finden wir.

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