Vietnam 1
24.11.-23.12.2007
Am naechsten Morgen holte uns der Tuk Tuk Fahrer, mit dem wir am Abend zuvor den Preis bis zur Grenze ausgemacht hatten, puenktlich um sieben Uhr ab. Wir dachten die Grenze sei nicht weit entfernt und stiegen noch etwas verschlafen hinten auf. Nach viertelstuendiger Fahrt waren wir schon ordentlich durchgefroren, doch von der Grenze war noch nichts zu sehen. Als wir dann nach einer halben Stunde durchgefroren und durchgeschuettelt endlich die Grenze erreichten, sprang unser Fahrer frisch und munter von seinem Bock und bot uns mit breitem Grinsen Dollars (mit denen man nach wie vor in Vietnam bezahlen kann) zum wechseln an. Wir lehnten ab, und gingen die letzten Meter zu Fuss um China hinter uns zu lassen.
Die Grenzueberschreitung lief unspekakulaer ab. An der Grenze, schon vietnamesische Seite, stellten wir erstmal unsere Uhr um. Wir sind Deutschland jetzt nur noch sechs Stunden voraus. Weit und breit waren keine Busse zu sehen, damit wir irgendwie nach Dong Dang oder Lang Son kommen koennten, geschweige denn nach Hanoi. So mussten wir wohl oder uebel ein Taxi nehmen, wofuer der Taxifahrer gleich 15$ wollte. Wir handelten ihn auf 8$ runter. Der Taxifahrer fuhr uns nach Lang Son. Dort muesste eigentlich der Bahnhof sein, um nach Hanoi zu kommen. Aber der Taxifahrer fuhr uns direkt zu seinem Vetter, hatten wir das Gefuehl. Dieser fuhr gerade zufaellig! nach Hanoi. Er wollte 25$ haben. Wir handelten ihn auf 20$ runter. Wir waren muede und hatten keine Kraft auf eigene Faust den Bahnhof zu suchen. Im Nachhinein erfuhren wir, das der Preis auch in Ordnung war. In Hanoi wollten wir in das "Little Hanoi Hostel", das uns zuvor von Heidi und Edward empfohlen wurde. Ausserdem wuerden wir sie dort treffen. Und so kam es dann auch. Heidi und Edward waren da. Paul und Hardy waren schon weitergezogen. Wir haben dann gleich mal geschaut ob unser Internetblog geht, denn in China konnten wir nicht auf ihn zugreifen. Und er wurde angezeigt. Hmmm... Den ersten Tag sind wir erstmal ziellos durch Hanoi gelaufen. Der Verkehr ist hier noch krasser als in China, soviel ist sicher. Da mussten wir an Euer Video denken, Thomas und Silke ;-). Abends zogen wir los um etwas zu essen ausfindig zu machen. Wir assen alle zusammen sie asiatische Variante. Naemlich alle zusammen von allem was es in der Mitte so gibt. Uns gefaellt es richtig gut so zu essen. Wir hatten eine Art eigenes Barbeque, konnten Fleisch und Gemuese selbst braten. An der Strasse, das ist wirklich die guenstigste Variante. Mann war das lecker! Danach heben wir einen Platz ausfindig gemacht (steht im Lonely Planet drin), es ist eine Art Rondeel und dort kann man fuer 2000 dong (= 8 cent) frisches Bier trinken. Es ist noch nicht fertig gegaert und deshalb nicht besonders stark. Aber egal. Am naechsten Abend sollte im Jazzclub eine Band spielen. In Hanoi duerfen Livebands nur
Dafuer haben sie auf Lebenszeit immer ein Platz in Hannover frei, sollte es sie dorthin verschlagen.
Hanoi, an sich mit seiner Bauweise gefaellt uns gut, aber der Verkehr, die Lautstaerke und auch die Luftverschmutzung machen uns zu schaffen. So entscheiden wir uns eine Auszeit zu nehmen, nur Sonne+Wasser. Auf zur Halong Bay.
Es ist Mittwoch, der 28.11. und wir sind heute von einer 3 Tage Tour Halong Bay zurueckgekommen. Es war super. Das Wetter war spitze, auch die Natur. Und die Leute echt nett. Wir hatten nach dreistuendiger Fahrt den Hafen erreicht, und bestiegen unser Schiff und schipperten so in der Halong Bay herum. Es war warm und beim ersten Stop sprang Nicole auch schon ins Wasser. Dann sind wir mit dem Kajak noch etwas herumgepaddelt, bevor die Sonne unterging. Das war schon romantisch, wir hatten Vollmond und die Lichter von den anderen Booten die sich im Wasser spiegelten... und das Geraeusch von Wasser... Himmlisch. Wir blieben ueber Nacht an Bord und wir haben richtig gut geschlafen.
Am naechsten Tag nahm das Boot Kurs auf Cat Ba, eine der groesseren Inseln in Halong Bay. Wir entschieden uns eine Trekkingtour zu machen und kamen dabei ganz schoen ins Schwitzen, aber es lohnte sich. Denn ober angekommen hatte man eine fantastische Aussicht. Nachmittags schipperten
Am Abend sassen wir alle zusammn und wir sagen euch, unser Schaedel hat gebrummt. Drei Tage non Stop Englisch reden. Das war hart. Aber wir hoffen das es bald normal wird.
Jess und Simon aus Australien wollen bald heiraten und wir erzaehlten Ihnen das es Brauch ist, in Deutschland auf Hochzeiten Spiele zu spielen. Sie waren schlichtweg begeistert. Notierten sich alles, und morgen soll Heiko die Braut vermessen und mit ihr Stoff kaufen gehen. "Wer haette das gedacht das ich so schnell mein Massband auspacken muss. Hier ein kleiner Gruss an meine Kollegen ;-). "
Die Aeltere Frau von beiden schenkte Nicole ihr rosa Rueschhaarband und wollte sich unbedingt mit uns fotografieren lassen. Doch leider, wenn man die Kamera mal braucht, ist der Akku leer. So ein Mist.
Mittlerweile sind wir in Hoi An, in Hue hatte es schon den letzten Tag nur geregnet und so sind wir weiter. Hoi An ist wirklich niedlich. Es ist eine kleine Schneiderstadt. Viele Kaufmannsfamilien aus China hatten sich in frueherer Zeit hier niedergelassen und sind zu Reichtum gekommen. Die Stadt vereinbart architektonische Einfluesse aus Japan, China, Europa und Vietnam. Sehr interessant.
Auf dem Markt sind wir mit einer Frau ins Gespraech gekommen, die uns mal nicht gleich was verkaufen wollte. Wir teilten mit Ihr unsere Wassermelone und kurz darauf kam die Polizei und redete mit ihr. Es war ein kurzes, hitziges Gespraech. Als sie weg waren, fragten wir was denn los sei. Und sie meinte das sie nicht mit uns reden duerfe, ausser es gehe ums Geschaeft. Das fanden war ganz schoen krass, und uns beschleicht immer mehr das Gefuehl, Vietnam ist in fest gefuehrter Touristenhand. Es ist hier viel schwerer, als in China, mir den Einheimischen ins Gespraech zu kommen. Tourismus ist ein wirtschaftliches Standbein in Vietnam und vor Jahren war es sicher noch ein Abenteuer hier zu reisen, doch mittlerweile ist hier alles touristisch erschlossen. Andererseits ist es gut, denn so koennen eben alle, auch wir, viel einfacher reisen. Hmm... Aber so ein bisschen Abenteuer waere auch nicht schlecht... Heute Nacht werden wir weiter nach Mui Ne reisen und dort mindestens eine Woche bleiben. In Hoi An hat es heute angefangen zu regnen und es hoert garnicht mehr auf.
Uebrigens koennen wir auch hier seit drei Tagen nicht mehr auf unseren Blog zugreifen...

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