Montag, 1. September 2008

Chile 2

Santiago und Valparaiso

Um die Kosten fuer das Hostel zu sparen haben wir die letzte Nacht auf dem Flughafen in Sydney verbracht. Mit Schlafen war da nix, denn wir mussten in die Wartehalle und dort waren die Stuehle alle unterteilt, man konnte also nicht liegen. Also sitzen. Oder schraeg haengend in diesen Sesseln irgendwie versuchend eine Sitz- bzw. Liegeposition zu finden. Naja... Um sieben Uhr morgens ging der 5 stuendige Flug nach Auckland. Dort angekommen, waren wieder 5 Stunden Flughafen angesagt und Warten. Den Rest an Dollars legten wir in Kaffee und Kuchen an und schauten die Olympischen Spiele. Nach wieder 12 Stunden Flugzeit landeten wir in Santiago de Chile. Wir flogen am 19. August um sieben Uhr abends von Neu Seeland los und landeten wieder am 19. August um elf Uhr vormittags in Suedamerika.
Wir kamen also an, bevor wir ueberhaupt losgeflogen sind. Krass. Wir haben die Datumsgrenze ueberflogen und haben einen Tag dazugeschenkt bekommen. Wie fuehlt man sich da? Irgendwie gut, aber kaputt.
Jetzt sind wir in Chile, Suedamerika. Die Leute laufen und fahren wieder auf der richtigen Seite. ;-) Obwohl wir uns daran erstmal wieder gewoehnen mussten. Und auch sonst ist alles bunter. In dieser kurzen Zeit die wir hier sind haben wir tanzende, demonstrierende und leidenschaftlich dikutierende Menschen auf den Strassen gesehen. Und: ueberall, wirklich ueberall sind verliebte knutschende Paerschen. Nicole hat sofort eine Fotostory gestartet, die ihr auf Facebook bestaunen koennt. Wir haben einen Platz im Ecohostel gefunden und wir sind absolut begeistert von diesem Hostel. Es ist als ob man bei Freunden zu Hause ist. Enzo, Gladys und Pablo und auch Oscar sind solche Schaetze. Sehr liebenswuerdig. Oscar kann sogar Deutsch. Er hat vor 30 Jahren in Darmstadt Maschinenbau studiert. Gladys, Enzo und Pablo sind schon selbst viel durch Suedamerika gereist. Sie sind Freunde und fuehren dieses Hostel. Gleich am zweiten Tag ist Nicole auf ein Konzert von Pablo gegangen, denn Pablo spielt Bassgitarre in einer Jazzband, und es war toll! Die Chilenen, oder besser gesagt die Suedamerikaner, gehen ja erst ganz spaet aus. Das heisst nicht vor 12 Uhr. In Argentinien sogar erst um drei Uhr! Okay, Nicole war also die ganze Nacht Tanzen. Sie ist mit Alexandro und Lindsey gegangen. Sie konnte kein Spanisch und Alexandro konnte kein Englisch. Aber Lindsey konnte beides. Sie musste also zum Teil uebersetzen. Die Vorband war eine Skaband und war richtig gut. Wir haben alle getanzt und uns ausgetobt. Wenn ich mir was zu trinken geholt habe, war das innerhalb von Minuten alle. Die Chilenen sind kleine Schnorrer. Ich wurde umzingelt und zack war mein Getraenk alle. But, I don´t care.

Als wir die Stadt die naechsten Tage erkundeten, ueberlegten wir, ob wir hier einen Spanischkurs machen sollten, oder in Bolivien. Wo doch das Spanisch besser ist, und auch billiger. Die Fluege allerdings waren sehr teuer. Also entschieden wir uns doch zu bleiben. Am naechsten Tag schauten wir doch nochmal ins Netz und fanden dann doch einen billigen Flug. Und entschieden uns doch Snatiago zu verlassen.
So waren die ersten Tage mit grossem Hin und Her und Gruebeln gefuellt. Da haben wir uns wirklich gefuehlt wie: was machen wir hier eigentlich? Jetzt fliegen wir am 2. September nach Santa Cruz. In der Zwischenzeit fuhren wir nach Valparaiso und schauten uns da mal um. Herrlich diese Stadt! >
Ueberall diese kleinen Gassen und bunten Haeuser. Und wieder kleine Maerkte mit Gemuese und Fruechten. Wir fuehlten uns richtig wohl. So wohl wie die Floehe bei Nicole. Nachdem ich nun schon das Vergnuegen mit Bettwanzen in Australien hatte, habe ich jetzt auch noch Floehe von den rumstreunenden Hunden bekommen. Ich werde aber auch nicht verschont.
Naja, was einen nicht umbringt macht einen haerter, was!
Wieder zurueck in Santiago in unserem "Heim", feiern wir mit den Leuten ein bisschen, ohne das sie wissen das Heiko Geburtstag hat. Hehehe

In Valparaiso trafen wir auf ein deutsches Paerchen mit denen wir uns fuer den naechsten Abend verabredeten. Wir sitzen vor einer Bar und trinken unseren Wein. Nachdem wir ein Dutzend Mal angeschnorrt wurden (sie sind auf jeden Fall einfallsreich die Chilenen: sie lesen Liebesgedichte vor, sammeln Spenden fuer die Studenten oder singen, usw...), befinden wir uns auf einer Party von Chilenen und die spielen NENA. Also wurde krafteg getanzt. Auch hier treffen wir wieder Leute die Deutsch koennen. Chile hat ja eine riesige Kolonie von Deutschen, die im Sueden leben.

Nach dem 2. Weltkrieg flohen viele Nazis nach Chile, die damalige Regierung nahm sie auf. Aber die meisten sind im 19. Jahrhundert hierher gesiedelt.
Okay, dann bis bald, wenns wieder heisst: was machen wir hier eigentlich?

1 Kommentare:

Am/um 4. Dezember 2010 um 15:00 , Anonymous Olaf meinte...

Da ich selbst schonmal auf einem Flughafen geschlafen habe, weiß ich, wie gerädert man sich da fühlt :( Kann man also leider auch nicht fit weiterreisen. Meistens verschläft man dann erstmal seinen ersten Urlaubstag nach der Ankunft. Schöne Bilder, finde es toll, dass du auch viel von der Kultur auf den Fotos zeigst.

 

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