Donnerstag, 27. März 2008

Aussiland 1

Start 2. Maerz 2008

Wir sitzen im "Peterpans", einem Internetcafe hier um die Ecke, und schauen uns mal wieder die Bilder von Laos an, und schwelgen in Erinnerungen. Jeder fuer sich. Wir vermissen Asien!
Auf dem Flughafen in Sydney traf uns der Schlag, wie teuer hier alles ist. Der Transport in die Stadt 12 A$. Das Hostel pro Nacht, pro Person 23 A$. Im Hostel schlafen wir in einem 10 Bett Dorm. Das Hostel hat Bettwanzen, wie so viele hier. Wir hoffen wir werden verschont. In der Kueche gesellen sich zu den jungen Travellern und coolen Surferjuppies die Kakerlaken. No worries, das ist normal. Die Wirklichkeit hat uns wieder?!
Gleich am ersten Abend hoeren wir uns an, was die Traveller hier so zu erzaehlen haben. Jeder hat gehoert , von irgendwo von irgendjemand, im Westen kann man besser Arbeit finden. In Sydney ist das fast unmoeglich. Man muesste weiterreisen. Und dieser und jener Job ist gut bezahlt.
Sydney ist eine dynamische Stadt. Alles ist so neu und so gross. Die Gebaeude, die Strassen, die Geschaefte. Ein normaler Kiosk hat hier die Groesse von einem Supermarkt.
Die Oper ist wunderschoen. Bis ins Detail ausgetueftelt. Wir waren total beeindruckt und lagen gegenueber auf der Wiese vom botanischen Garten, und genossen den ersten Tag ganz auf asiatische Art.
Wir entschieden uns nach drei Tagen weiter nach Melbourne zu reisen. Weil wir eigentlich eher die Westkueste bereisen wollen. Und versuchen wollen in Melbourne Arbeit zu finden. Mit unseren neuen Studentenausweisen, aus Bangkok ;-), bekommen wir eine Ermaessigung von 25 $ pro Fahrkarte, fuer den Zug. Die Fahrt dauert 12 Stunden. Lange Strecken zu fahren sind wir ja inzwischen gewoehnt. Und diese war wirklich sehr angenehm und kompfortabel.
Wir hatten unseren Kaffee und unsere belegten Brote dabei. (Auch das ist jetzt anders. Wenn in Asien der Bus gestoppt ist, konnte man an den kleinen Staenden was kaufen oder man kaufte frisches Obst von den Kindern.) Heisses Wasser fuer den Kaffee bekamen wir vom
Zugpersonal. Wir sind verbluefft wie freundlich die hier sind. Da kann sich die Deutsche Bahn eine Scheibe abschneiden. Noch im hellen kommen wir in Melbourne an (hier geht die Sonne wieder spaeter unter, nicht wie in Asien schon um sechs) und laufen uns erst mal die Hacken ab, um ein Hostel zu finden, denn irgendwie ist alles ausgebucht. Es ist schon dunkel als wir ein Doppelzimmer beziehen. Am naechsten Morgen ziehen wir nach St. Kilda (Stadtteil in Melbourne, am Strand) ins "Jackson Manor". Hier schlafen die Jungen und Maedchen getrennt, und fuer die naechsten Wochen sagen wir uns vor der Tuer, gute Nacht.
Auch hier treffen wir Traveller, die uns einiges zu erzaehlen haben, wie mans anpacken muss mit der Arbeit und auch sonst.
Ueberhaupt treffen wir ueberall Deutsche. Australien ist ueberschwemmt von Deutschen Kids. Tim, unser Herbergsvater sagte uns, die Deutschen muessen aufhoeren mit Nachwuchs zeugen. Seit 4 Jahren ist es eine nicht aufhoerende Flut von Deutschen an erster Stelle, dann Englaendern und Iren. So kann man hier ausgezeichnet sein Deutsch verbessern. Wir treffen aber auch auf Franzosen, Koreaner, Japaner und Russen. Hier ist ein franzoesischer Junge, Jeffrey, er hat hier in den Hostels auch Deutsch gelernt. (unten: Heiko, Max, Lisa, Claudi)
Dann begann die Jobsuche. Internet, Zeitungen usw. wurden durchgekaemmt. Nicole arbeitete 2 Tage in einem Exhibition Center, wo Messen stattfinden und baute Stellwaende auf. "Und es war ein echt tolles Gefuehl, mal wieder eine Bohrmaschine in der Hand zu halten". Nach einem Tag im Bistro und Housekeeping im Hotel, arbeiten im Restaurant, fand sie einen Job in einer Cateringfirma.
Heiko: "Nach meiner bisherigen nicht so erfolgreichen Jobkarriere, als Bretteraufsteller und Fleischschneider habe ich mich, wie einige schon wissen, als Autowaescher bei AVIS beworben. Und tatsaechlich, nachdem meine Erfahrungen ausreichten einen Staubsauger zu benutzen und ein Fenster zu putzen, hatte ich den Job. Dann ging es auch schon am naechsten Tag los und ich durfte mich an all den Autos austoben. Es ist ja nicht so, dass es ein schwieriger Job waere, aber es ist unglaublich anstrengend, wenn man 10 Stunden am Tag Autos sauber macht und das in einem Tempo, dass man in 3 Minuten ein Auto fertig haben muss. Was mir aber das Leben schwer gemacht hat, waren zum einen die verschiedenen Autogruppen zu erkennen, da verschiedene Groessen verschiedenen Buchstaben zugeordnet werden mussten. Das ging so weit, dass ich nachts davon getraeumt habe, ob das A-D-F oder doch X ist. Zum anderen ist es nicht so einfach Australier zu verstehen, vor allem uebers Telefon, welches wir oefter benutzen mussten, da das Buero oben, nach unten in die Waschstrasse anrufen musste, um irgendwelche Autoinformationen einzuholen. Und es bringt auch nichts oefter nachzufragen denn wenn sie versuchen es auf verschiedene Weise zu erklaeren, hoert es sich einfach nicht so verstaendlich an, sodass ich damit etwas anfangen koennte. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt aus dem Haufen Englisch das herauszuhoeren, was ich glaubte, fuer sie wichtig sei."
Wir arbeiten nun beide mindestens 10 Stunden am Tag, und wollen das noch bis Mitte Mai durchziehen. Dann koennen wir starten, Australien zu bereisen. Wir haben uns vor zwei Wochen einen Campervan gekauft. Fuer 4600 Dollar. Das sind 2600 Euro. Es ist ein Ford Econvan, '96er Baujahr. Wir mussten noch die Kupplung reparieren lassen und jetzt ist unser Van in richtig guter Form. Und das Beste ist, alles was man zum Campen braucht, ist schon dabei. Wir haben ein eingebautes Bett, ein zusaetzliches Zelt, Klimaanlage, einen Gaskocher, einen Tisch, zwei Stuehle, zwei Bodyboards, komplettes Kochgeschirr, Strassenkarten von ganz Australien und einen Campingfuehrer und noch vieles mehr. Yeah.
Aber was haben wir so erlebt? Wir versuchen Euch mal ein Bild zu geben...
Wir leben jetzt seit 7 oder 8 Wochen im "Jacksons Manor", in St. Kilda, Melbourne. Die ersten 4 Wochen haben wir getrennt in Dorms geschlafen. Aber seit wir eigentlich unsere Jobs haben, wohnen wir in einem Doppelzimmer. (Tim, einer der Herbergsvaeter)
Dieses Hostel ist mit seinen 120 Betten ein eher kleineres, und auch das aelteste Haus in St. Kilda. Es ist im Rustic Gothic Stil erbaut und am Anfang hat der Architekt darin gewohnt, dann war es mal eine Psychatrie, mal ein Puff und jetzt ist es ein Backpackerhostel, und fast nie ausgebucht. Weil es nicht im Lonely Planet steht. Am Anfang haben wir wohl die meiste Zeit mit Deutschen verbracht, wir waren einfach in der Ueberzahl. Wir hatten eine gute Zeit mit den drei Erziehern aus Tuebingen Max, Caroline und Lisa. Da sind aber auch noch Claudia aus Hamburg, Anett und Tobi aus Guetersloh. Dautzen aus den Niederlande, Frederike aus Giessen. Taka und Satoru aus Japan, Daniel, Ole und Emil aus Norwegen und ein ganzer Haufen aus Irland und England. Draussen hat man die Moeglichkeit zu sitzen und auch zu grillen. Zum Strand sind es 10 Minuten zu laufen. Die meisten Traveller sind zwischen 19 und 25 Jahren. Jedenfalls hier. Berry, Tim und Simon sind die Herbergsvaeter und jeder auf seine Art liebenswuerdig. Dann gibt es noch den Cleaner, der die Toilettenraeume saubermacht, der aber eine Doppelrolle innehat, er vertickt hier auch Weed. Spaeter erfahren wir das wir im beruechtigten Kifferhostel gelandet sind. (Jackson Manor)
Der eine Max, aus Duesseldorf, den wir hier kennengelernten, haben sie die Kreditkarte gestohlen, aber eigentlich weiss er auch nicht mehr wo er sie zuletzt hingelegt hatte, weil er so high war. Er vermutet trotzdem das sie ihm gestohlen wurde. Er hat daraufhin sein Zimmer gewechselt. Dort wurde er von einer naechtlichen Aktion geweckt. Naemlich ging es im Bett unter ihm ordentlich zur Sache. Erst dachte er er traeume, weil er so high war. Aber um seinem Bett standen ein paar Schweden und machten Bilder und lachten sich halb kaputt. Das Telefon der Frau unter ihm klingelte. Sie war Deutsche und unterhielt sich nebenbei mit ihrer Freundin.
Mittlerweile waren auch alle anderen im Zimmer wach und schauten interessiert zu. Irgendwann schlief Max wieder ein. Ein paar Tage spaeter dachte Max er haette Bettwanzenbisse und wechselte abermals sein Zimmer. Zwischendurch finden wir sein Telefon oder seine Kamera, die er irgendwo liegen lassen hat. Wegen seiner Bettwanzen ging er zum Arzt, der aber meinte es waeren keine Bettwanzen, sondern ein Wurm der unter seiner Haut herumkriecht. Was es nicht alles gibt.
(Anett und Tobi)
Peter Baker, 19, Suedengland. Peter Baker denkt
er braeuchte keine Fremdsprache lernen. Er koenne ja schon Englisch. Und alle wuerden ja schon Englisch sprechen. Er versteht natuerlich das wir das noch lernen muessen, er aber nicht. Mr. Baker fragt uns wann wir fruehstuecken wuerden. Ob er 4 Scheiben Brot haben koenne? Und Butter, Kaese und Salatblaetter wenn wir haetten. Senf und Eier? Als wir ihn fragen, warum er sich nichts kauft, sagt er, das waere Bloedsinn jetzt was zu kaufen wo er doch in ein paar Tagen weiterreist. Peter Baker moechte gerne zum Grand Prix und hat gehoert das Schueler und Studenten Ermaessigungen bekommen. So lauert er in einer Schule ein paar Kids auf, und besticht sie, ihm eine Karte zu kaufen. Abends hat Peter Baker Kopfschmerzen. Ob wir nicht was haetten? Ein paar Tabletten, gleich ein paar fuer jetzt und fuer morgen und auch was gegen Magenschmerzen.
(Solidaritaet mit Anett:Seid bereit immer bereit) Letzte Woche gab es hier einen Boxkampf zwischen Simon, der hier arbeitet und John, einem Australier, der aber lieber in Hostels lebt, weils lustiger ist. Beide haben vorher dafuer trainiert und es gab sogar einen Schiedsrichter. Gewonnen hat John, aber er ist eigentlich auch eine Gewichtsklasse ueber Simon. Dafuer kamen sogar Leute aus den umliegenden Hostels. Das war ein Gegroele und Gejaule.
Eines Morgens kommt Nicole in das Esszimmer, das mit der Kueche verbunden ist. Hinter der Kueche ist noch ein Raum, wo man rauchen kann. Schon im Flur hoert sie Musik. Gitarrenmusik. Richtig gut. Im Raucherzimmer haben sich die Iren versammelt und sind feste am Feiern und Trinken. Der Gun (billiger Wein in Australien, abgefuellt in 4 liter Pappkartons), Whiskey, Rum und Cola stehen auf dem Tisch. Sie spielem Gitarre und singen lauthals. Es ist 10.00 Uhr morgens. Tim, einer der Herbergsvaeter (er hat immer die Nachtschicht) stapft im Bademantel in die Kueche und schreit: "Haltet den Rand. Ich will schlafen." Die Gitarren verstummen, um eine Diskussion anzufangen, aber nach 2 min gehts weiter, als ob nichts gewesen waere. Einer der Iren hatte dann Idee sich mit einem anderem Iren zu hauen. Vor der Tuer. Ich sehe vom Kuechenfenster vor mir einen Berg Iren, ca. 10 Kerle aufeinander, sich raufend. Dieser Haufen entwirrt sich etwas und das lose Wollknaeul bewegt sich Richtung Strand. Eine halbe Stunde spaeter stehen sie triefend nass wieder in der Kueche, laut plaerrend zu Gitarrenmusik singend. Ich gehe dann zur Arbeit. Diese Szenerie wiederholt sich noch oft in den naechsten Wochen. Die Iren sind da. (unten:Tobi, Anett, Daniel, Pat und Taka)
Dann sind da noch zwei Neuseelaender, Charlie und Pat. Charlies Freundin kommt aus England. Anscheinend flirtet sie viel mit anderen. Im Grunde stoert das Charlie nur wenn er getrunken hat. Dann haut er mit blossen Haenden Autoscheiben ein oder verpruegelt den anderen Rivalen. Er zieht dann sein T-shirt aus und rennt schreiend durch das Viertel. Pat laeuft hinter ihm her und versucht ihn zu beruhigen. Das ist ein harter Job. Manchmal bekommt er eine blutige Lippe davon. Das Schauspiel endet, wenn die Polizei kommt. Simon geht aber vorher durch das Hostel, warnt alle, und bittet die Leute ihr Gras zu verstecken und das keiner auf die Idee kommt sich einen Joint anzuzuenden. Das ist echt nett von ihm.
Am 25.4. war ANZAG Day, ein nationaler Feiertag. Es soll an die australischen und neuseelaendischen Gefallenen im 1. + 2. Weltkrieg erinnern und gedenken. An diesem Tag waren besonders viele Schlaegereien auf den Strassen. Und bei uns im Hostel ging es auch wieder rund. Aaron, einer der Iren war wieder so besoffen, das er anscheinend nicht nachvollzog in welchen Raum er ging. Es war jedenfalls nicht die Toilette, denn er pinkelte einem anderen auf den Kopf. Der war natuerlich richtig sauer. Manchmal wachen wir in der Nacht auf, weil sie irgendwelche Besoffenen, die nicht mehr laufen koennen, die Treppe hochtragen. Und das ist garnicht so leicht, auch wenn man nuechtern ist. Manchmal klopfen sie nachts an unsere Tuer und fragen ob wir den und den gesehen haetten. Sie haben ihren Kumpel verloren. Er lag doch eben noch hier. Nein, wir haben ihn nicht gesehen.
Eines Morgens, Heiko will zur Arbeit, liegen Englaender und Iren in der Kueche und im Esszimmer auf dem Tresen und auf den Tischen umher und trinken. Sie kommentieren wie Heiko sein Muesli isst. Am Abend ist Strippoker angesagt. Mindestens 3 sind komplett nackt. Sie fotografieren sich gegenseitig. Und tanzen Buggi Buggi.
(Tobias, Floh, Taka, Daniel und Niki)
Es ist schon lustig. Im Nachhinein oder manchmal auch schon in der jeweiligen Situation. Die meisten Backpacker kommen direkt von Mama zu Hause, haben ihre Schule beendet und drehen hier erstmal richtig ab. Na Unseretwegen.

(Hier versuchen wir Lawn Bowl zu spielen)
Zwischendurch, um mal Luft zu holen, treffen wir uns mit Simon und Jess, die wir in Vietnam kennengelernt haben. Mit ihnen waren wir Lawn Bowl spielen, ein paar Freunde von Simon sind in so'nem Verein, und so trafen wir auch ein paar alte Australier, die auch schon mal in Deutschland waren. Sie kamen nicht mit dem Verkehr zurecht. Wir fahren auf der falschen Seite. Aha. Wir haben hier auch einige Probleme. Wir schauen immer erst nach links und dann nach rechts. Wie wir es von Mutti gelernt haben.
(Simon, Heiko, James, James, Niki und Jess)
Spaeter sind wir dann zu Simons Freunden nach Hause gefahren. Die hier in Australien haben so viel Platz, das die jungen Leute schon ein Haus haben.
An einem anderen Tag sind wir zu einem Kulturfestival gefahren. Aborigines, Maoris, Fidschis, Indonesier und Afrikaner zeigten ihre Volksmusik und Taenze. Das war grossartig.
Anschliessend sind wir an den Yarra River gefahren, um zu baden. Hier hatte Simon zwei Tage zuvor den Ehering seines Bruders versucht wiederzufinden. Er war beim Baden verloren
gegangen. Sein Freund hat dann seinen Ehering genommen und ihn an derselben Stelle ins Wasser geworfen, um zu sehen, wohin die Stroemung den Ring schwemmt. Das war leider keine so gute Idee. Beide Ringe waren naemlich dann weg. Am naechsten Tag kamen sie mit Ausruestung wieder, und wurden auch fuendig.

Hier arbeitet Nicole mal wieder als Malerin. Sie will die Kommode von Jess umstreichen.
Es ist immer wieder schoen die beiden zu treffen. Die beiden stecken gerade in ihren Hochzeitsvorbeieitungen und Heiko wird wohl ihr Kleid naehen, nachdem er schon in Vietnam den Stoff ausgesucht hat.
Nicole arbeitet ja in einer Catering Firma, die wiederum fuer eine Filmkompanie arbeitet.
Sie drehen gerade eine TV- Serie "The Pacific". Es ist eine Produktion von Steven Spielberg und Tom Hanks. In der Serie geht es um den Krieg zwischen den Amis und den Japanern, im 2. Weltkrieg. Nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbour. Das Set (d.h. die Szenerie) veraendert sich staendig. Wir drehen jeden Tag woanders. Sogar die Arbeitszeit aendert sich jeden Tag. Die ersten 2 Wochen arbeitete sie im Outback, ca. eine Stunde von Melbourne entfernt. In der Naehe vom You Yangs Nationalpark. Eine echt wunderschoene Szenerie. "Unendliche Weiten und ich habe schon richtig viele Kaengeruhs gesehen. Und ich finde die super. Dann waren wir mal an einem stillgelegten altem Gueterbahnhof, dann mal ein altes Farmerhaus, mal am Flughafen, usw. Meine netten Arbeitskollegen hier sind groesstenteils aus Neuseeland. Die beiden Koeche Hawky and Reese. Mit ihnen Daniel, unserem Tellerwaescher und Anett (aus unserem Hostel), haben wir eine gute Zeit. Wir haben ein Buffet und ich muss dafuer sorgen dass immer genug Essen da ist. Ganz einfach eigentlich, was?! Ist es auch. Was allerdings schwierig war, am Anfang, war sie zu verstehen. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewoehnt. Aber es ist manchmal immer noch witzig, was ich alles falsch verstehe. Neulich wollte ein Frau wissen, wo sie ihre dreckige Gabel hinbringen kann. Ich verstand :wo sind die Toiletten: und zeigte ihr die Richtung. Brandon, der neben mir stand, zeigte ihr die Box wo sie die Gabeln reintun kann. Jaja, "die Gabeln bitte in die Toilette!" Naja, ich finde das witzig. Dann sind da noch die Craftis. Sie bringen den Leuten Essen, die das Set garnicht verlassen koennen. Wie zum Beispiel Kameraleute oder Regieassistenten. Es gibt also immer Essen, immer. Das ist die reinste Voellerei. Das Essen das uebrig ist, wird weggeschmissen. Oder wir packen es ein und versorgen die Leute im Hostel. Anett verteilt manchmal Essen an die Obdachlosen. Um Essen muessen wir uns keine Sorgen machen.
(Daniel, der Tellerwaescher und Anett)
Es ist schon skuril. Wenn ich das Essen serviere und die ganzen Soldaten kommen blutverschmiert und mit Schusswunden, mit ihren Gewehren ueber der Schulter. Das Make up ist so echt, das ich mich immernoch im ersten Moment erschrecke. Oder dann Maschinengewehre und Bomben, die explorieren. Um den ganzen Rauch zu erzeugen verbrennen die zwischen 800 und 3000 liter Diesel am Tag. Gleich neben dem Nationalpark. Die Kaengeruhs lassen sich aber nicht abschrecken. No worries. An Heikos Arbeit leiten die das Altoel direkt in die Erde ab. Uns ueberrascht wie wenig Wissen die Leute hier haben, ueber Umwelt und die Probleme die damit einher gehen. In Asien okay, da ist es genauso, aber die haben die Schulbildung nicht. Wenn man davon ausgeht das der Grossteil der Bevoelkerung gar kein Geld hat, ihre Kinder in die Schule zu schicken, aber hier?! Hmmm... Irgendiwe komisch. Neulich haben Daniel und ich uns auf dem Set mit einer Englaenderin unterhalten. Als Daniel sagte, er kaeme aus Norwegen, da meinte sie "... ja das ist ein Part in den Niederlanden." spaeter ueberraschte sie uns noch damit das Thailand ja in den USA liegt. Hier ist alles ein bisschen viel no worries. Uns liegt das nicht ganz. Auf den ersten Blick, und auch noch beim ersten Small Talk ist alles noch in Butter, aber unter der Oberflaeche ...
(Smog ueber Melbourne)
(ganz oben:Probekleid)
(oben: Geburtstag von Jess Vater)